Die ETV-Volleyballerinnen liegen momentan auf Rang neun in der 2. Liga. Foto: ETV

Von Dirk Andresen. Dass es gegen diesen Gegner superschwer werden würde, war den Zweitliga-Volleyballerinnen des Eimsbütteler TV vorher klar. Dass am Ende aber eine äußerst knappe 2:3-Heimniederlage gegen den favorisierten Tabellenfünften VC Allbau Essen stehen würde, war bitter – machte kurioserweise aber auch Mut für die nächsten Auftritte der ETV-Schmetterladys.

Denn: Bei der 25:21; 25:12, 19:25, 26:28, 14:16-Pleite gegen die starken „Pottperlen“ hatten die Hamburgerinnen den Gegner mit einer 2:O-Satzführung sogar schon am Rande einer Niederlage. Im zweiten Satz agierten die Gastgeberinnen vor diesmal nur knapp 100 Zuschauern in der Halle am Lokstedter Steindamm dabei zeitweise überragend. Doch im dritten Durchgang wendete sich das Blatt gegen die ETV-Damen. Deren Trainer Ulrich Kahl über die Gründe für den Umschwung: „Am Anfang haben wir den Gegner phasenweise regelrecht überrollt. Essen hat dann ab dem dritten Satz aber wesentlich mutiger aufgeschlagen, dazu kamen einige unglückliche Schiedsrichter-Entscheidungen. Und meine Mannschaft hat in den entscheidenden Phasen einfach ein oder zwei Fehler zu viel gemacht.“ Im vierten Durchgang schlugen seine Spielerinnen zunächst zwar zurück, gingen ihrerseits wieder mit vier Punkten in Führung, aber am Ende hatte Essen sowohl in diesem Satz als auch im gesamten Match die Nase vorne.

„Hatten eine furchtbare Vorbereitung“

Große Vorwürfe wollte Coach Kahl seinem Team aber keineswegs machen. Im Gegenteil: „Vor dem Spiel hat doch kaum jemand gedacht, dass wir auch nur einen Satz holen, klar sind wir trotzdem alle wahnsinnig enttäuscht. Aber uns fehlte am Ende in den Drucksituationen auch die Stabilität.“ Seine Spielerin Larissa Claaßen stöhnte: „Keine Niederlage dieser Saison hat bisher so weh getan.“

Ulrich Kahl sieht sein Team, das im zweiten Jahr nach dem Aufstieg immerhin auf Platz neun unter 14 Teams in der Tabelle rangiert, trotzdem voll auf Kurs: „Wir hatten eine furchtbare Vorbereitung, etwa mit dem ausgefallenen Turnier in Stralsund. Und wir haben noch vier Spiele weniger als beispielsweise Essen, bei zwei dabei durchaus machbaren Siegen könnten wir sogar auf Platz sechs klettern.“

Herausheben wollte Kahl aus seinem Team zunächst niemanden, sagte dann aber doch: „Eigentlich bin ich mit allen Spielerinnen sehr zufrieden, aber Anna Behlen, Constanze von Meyenn und Luise Klein waren schon herausragend.“ Am Sonntag steht das keineswegs leichtere Spiel beim Tabellendritten Snowtrex Köln an.

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