Irmtraud Benisch ist traurig, dass immer weniger Menschen den Weg in den Laden der Hobbygruppe Süderelbe finden. Foto: sl

Sabine Langner, Harburg. Seit 15 Jahren ist das Geschäft der Hobbygruppe Süderelbe am Sand eine feste Institution für alle, die Spaß an handgearbeiteten Dingen haben. 17 Hobbykünstler aus dem Süderelberaum haben hier die Möglichkeit, ihre Schätze zu präsentieren und auch zu verkaufen. Doch im Moment hat das Künstlerteam ein massives Problem: Weil man den Laden kaum noch sehen kann, bleiben Kunden weg.
„Das Problem ging vor gut zwei Jahren los“, erinnert sich Irmtraud Benisch, die im Hobbyladen Holzarbeiten anbietet. Als das „Bolero“ abgerissen wurde, wurde auch gleichzeitig die Treppe abgebaut, die den Sand mit dem darüber liegenden Ärztehaus verband. Parallel dazu wurden Bauzäune aufgestellt, die die Baustelle absichern. Diese Bauzäune sind allerdings so aufgestellt, dass man den kleinen Laden in der Ecke kaum wahrnimmt.
„Früher waren die Menschen bei den Ärzten, in der Apotheke oder bei Fielmann, sind dann die Treppe runter gegangen zum Sand und haben auf diesem Weg immer auch einen Blick in unsere Schaufenster geworfen“, erläutert Hobbykünstlerin Hanni Osai. „Seitdem die Treppe weg ist, müssen die Passanten die andere Treppe benutzen, die näher an der Hölertwiete liegt. Wer da runter geht, kommt nicht mehr in unsere Ecke“, hat Irmtraud Benisch beobachtet.
Erschwerend hinzu kam im letzten Jahr auch noch der lange Lockdown. „Unsere Reserven sind aufgebraucht“, erzählt Hanni Osai. „In den nächsten Wochen müssen wir uns alle mal zusammensetzten und entscheiden, wie und ob es weiter gehen kann. Früher, also vor der Baustelle und vor Corona, lief der der Laden sehr gut, aber inzwischen haben wir Probleme, die Miete aufzubringen. Wenn das so weiter geht, müssen wir den Laden schließen, obwohl das eigentlich keiner von uns will“, so Irmtraud Benisch.

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