Das Allgemeine Krankenhaus Rissen nahm im Dezember 1946 erste Patienten auf. Foto: PR/ ARCHIV

Von Julia Vellguth, Rissen

1946 wurden die Gebäude des heutigen Asklepios Westklinikums der Stadt Hamburg zur Nutzung als Krankenhaus übergeben. Aus diesem Grund feierte das Rissener Krankenhaus am 10. Dezember sein 75-jähriges Jubiläum. Die Klinik schaut auf eine bewegte Geschichte zurück: Es wurde angebaut, erweitert, renoviert, umgebaut – und es gab Trägerwechsel.
Die Gebäude des Klinikums wurden 1937 gebaut und dienten zunächst der Luftwaffe als Kaserne. Mit einer kleinen Zahl von Ärzten, Schwestern und Lernschwestern nahm das Allgemeine Krankenhaus Rissen 1946 die ersten Patienten auf. Um aus einer ehemaligen Kaserne ein zeitgemäßes Krankenhaus zu machen, musste immer wieder umgebaut werden. So folgten in den sechziger Jahren ein OP-Neubau mit Röntgenabteilung und einer pathologisch-anatomischen Abteilung, der Bau eines Schwesternwohnheims und die Eröffnung einer Anästhesieabteilung mit Wachstation. Außerdem wurde das Zentrallabor umgebaut und eine Medizinische Intensivstation in Betrieb genommen.

In seiner 75-jährigen Geschichte wurde das Westklinikum immer wieder aus- und umgebaut. Foto: PR

Bettenabbau in den siebziger Jahren
In den siebziger Jahren setzte in der Hamburger Gesundheitsbehörde ein Umdenken bei der Krankenhausplanung ein: Es sollten Krankenhausbetten abgebaut werden. Die Stadt wollte sich aus dem Allgemeinen Krankenhaus Rissen zurückziehen. 1980 übernahmen deshalb die DRK-Schwesternschaft Hamburg und das Elisabeth-Krankenhaus die Regie. Danach wurden größere Umbauarbeiten durchgeführt.
In den Folgejahren wurden immer wieder Fachdisziplinen abgegeben und neue errichtet, zum Beispiel ab 1999 die Psychiatrie und Psychotherapie. Die vorerst letzte Erweiterung war die Einrichtung der psychiatrischen Institutsambulanz 2001. Heute hat das Krankenhaus rund 1.000 Mitarbeiter, 553 vollstationäre Betten und 133 Plätze in Tageskliniken.
Der Asklepios-Konzern übernahm im Zuge der Privatisierung der Hamburger Krankenhäuser ab 2002 mit 74,9 Prozent die Anteilsmehrheit am Rissener Krankenhaus, den Rest hält weiter die DRK-Schwesternschaft Hamburg mit 25,1 Prozent. Den Ausverkauf Hamburger Krankenhäuser hatte der damalige CDU-Bürgermeister Ole von Beust durchgesetzt – gegen einen anderslautenden Volksentscheid.

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