Eva uns Willi Mähl sind 60 Jahre verheiratet. Foto: Privat

Von Maren Langenbach

Dass Liebe bekanntlich durch den Magen geht, wissen Willi und Eva Mähl nur zu gut. Schließlich verliebte sich der damals noch nicht ganz volljährige Willi nicht nur in Eva, die im Haushalt neben der Tankstelle arbeitete, in der Willi tätig war. Es hatte ihm auch ihre köstliche Bohnensuppe angetan.
„Ja, stimmt. Die habe ich immer gekocht, und da sie ihm schmeckte, hab ich ihm auch etwas davon `rübergebracht. So lernten wir uns kennen“, erinnert sich Eva Mähl. Willi revanchierte sich und lud Eva zum Bauernfrühstück ein. Bohnensuppe und Bauernfrühstück, das mögen die beiden Hamburger heute noch. Aus Verliebtheit wurde Liebe, das Paar heiratete am 15. November 1961.

Für die Trauung 1961 – hier beim Standeamt – brauchten die Mähls noch die Einwilligung der Eltern, denn Eva war noch nicht volljährig. Foto: privat

Da war Willi 21 und Eva 19 Jahre alt. „Meine Frau war mit unserem ersten Sohn schwanger, da mussten wir ja heiraten, wollten wir ja auch“, sagt der ehemalige Autoverkäufer. Und er erinnert sich an die Einwilligung, die sie beide bei ihren Eltern und beim Amt einholen mussten, da Eva noch nicht volljährig war.
Das Paar zog nach Lurup, beruflich lebten sie die damals gängige Rollenverteilung: Willi arbeitete im Autohaus, während Eva sich um den Haushalt, Einkauf und die zwei heute erwachsenen Söhne Dirk und Maik kümmerte. „Da hatte ich immer sehr viel zu tun, später hatte ich ja auch noch meine Schwiegermutter hier“, erzählt die 79-Jährige. Aus ihrer Geburtsstadt Hamburg wollten aber beide nie weg.
Nur räumlich verkleinern wollte sich das Ehepaar, nachdem die Söhne aus dem Haus waren, und zog dafür vor 23 Jahren in eine kleinere Wohnung nach Bahrenfeld. „Hier genießen wir unseren Balkon und die Nähe zu den Geschäften, und was man sonst täglich so braucht. Da kann ich hingehen, mein Mann ist ja nicht mehr so gut zu Fuß“, sagt Eva Mähl, die abends zur Entspannung, gern ein gutes Buch liest.
Ihren Ehrentag haben die beiden dann auch ganz gemütlich mit ihrer Familie daheim gefeiert. „Das war sehr schön. Und wegen Corona sind wir sowieso sehr vorsichtig und gehen nicht so viel irgendwohin“, betont Eva Mähl.
Zur Feier der Diamantenen Hochzeit seiner Großeltern kam auch Enkel Sebastian, der jeden Tag nach Feierabend mit ihnen zu Abend isst. „Er kommt direkt nach der Arbeit, hilft uns, repariert auch mal was, da er ja Mechatroniker lernt. Dafür koche ich ihm Spaghetti Bolognese oder Hacksteak, was er eben so mag“, erzählt Eva Mähl.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here