Beim ersten Elbe Einkaufszentrum lagen die Geschäfte noch in einer Ladenzeile. Foto: Archiv EEZ

Von Maren Langenbach

Das Elbe Einkaufszentrum feierte in diesem Jahr sein 55-jähriges Bestehen: Das Elbe Wochenblatt nahm das zum Anlass, um mit Centermanager Gerhard Löwe über die Gründerjahre, Kundenwünsche und das Einkaufserlebnis in Zeiten der Pandemie zu sprechen.

EW: Was sind für Sie Meilensteine in der Geschichte des Centers?
Gerhard Löwe: Als das Center am 12. Mai 1966 an den Start ging, war das schon eine große Sache, da es eins der ersten Einkaufscenter überhaupt in Deutschland war. Derartige Shopping-Passagen kannte man nur aus Amerika. Die Menschen aus Hamburg und Umgebung kamen in Strömen und waren begeistert, so ein großes Angebot auf einer Fläche geboten zu bekommen. Später wurde das Center von einer offenen Fläche in ein Indoor-Center, wie wir es heute kennen, umgebaut.

EW: In der jüngsten Geschichte dürfte die Corona-Pandemie die Geschicke des Centers geprägt haben. Wie erging es den Geschäftsinhabern?
Gerhard Löwe: Wir hatten das Glück, dass wir und die Geschäftsinhaber und Gastronomen bislang ganz gut durch die Pandemie gekommen sind. Während des harten Lockdowns durften mehr als 40 der 180 Geschäfte öffnen. Überdies konnten durch staatliche Hilfen und Mieterlässe Insolvenzen vermieden werden. Wir hatten keine Probleme mit Leerstand. Derzeit haben wir zwei freie Flächen, von denen eine ab März 2022 wieder vermietet ist. Außerdem gibt es noch eine Liste an Interessenten, die eine Ladenfläche bei uns suchen.

EW: Wie sieht die Zukunft des Elbe Einkaufszentrums aus?
Gerhard Löwe: Das Einkaufszentrum wird immer mehr zum Erlebnis- und Treffpunkt-Bereich. Dem haben wir bereits mit unserer Modernisierung der Ruhebereiche und des Parkhauses Rechnung getragen. Darüber hinaus horchen wir immer genau hin, was die Bedürfnisse unserer Kunden sind. Im Idealfall wird man dann im EEZ von der Apotheke, über die Arztpraxis, die Kindertagesstätte, wie wir sie heute schon haben, auch die Postfiliale sowie einen Bereich finden, in dem die Kunden ihre Behördenangelegenheiten erledigen können.
Aktuell reagieren wir auf die Pandemie, indem wir jeden Sonnabend durch die Ärztinnen und Ärzte des Deutschen Roten Kreuzes ein Impfangebot anbieten. Außerdem haben wir vor unserem Haupteingang ein Testcenter eingerichtet.

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