Mit abenteuerlichen Geschichten versuchen Betrüger, ältere Menschen dazu zu bewegen, ihnen eine hohe Summe bar zu übergeben oder auch zu überweisen. Foto: panthermedia

Olaf Zimmermann, Süderelbe. Betrüger versuchen in ganz Hamburg, Senioren per Telefon abzuzocken. Im Hamburger Süden, gerade auch in Neugraben-Fischbek, hat die Polizei jetzt wieder mehrere Fälle registriert.
Wie gehen die Betrüger vor? Die Maschen der Betrüger, ältere Menschen um ihr Erspartes zu bringen, sind vielfältig. Beliebt sind zum Beispiel Anrufe durch falsche Polizeibeamte oder angebliche Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft. Die redegewandten Betrüger bitten um Mithilfe bei der Aufklärung von Straftaten von angeblich korrupten Polizeibeamten des örtlichen Polizeikommissariates oder kriminellen Bankangestellten.
Wichtig: Die richtige Polizei wird niemals am Telefon dazu auffordern,
– Geld von der Bank abzuheben, es zu Hause zu deponieren oder an einen vermeintlichen Polizisten zu übergeben,
– Aufbewahrungsorte von Geld oder Schmuck zu benennen,
– Bürger als Lockvogel in einem angeblichen Ermittlungsverfahren einzusetzen.
Dran denken: Wenn die richtige Polizei anruft, wird im Display niemals die Rufnummer 110 erscheinen. Betrüger können die Anzeige mit Hilfe so genannter Spoofing-Dienste fälschen.
>> Regelmäßig versuchen Betrüger, mit dem Enkeltrick zum Erfolg zu kommen. Mit den Worten „Rate mal, wer hier spricht“ oder ähnlichen Formulierungen rufen die Betrüger bei meist älteren und allein lebenden Personen an. Sie geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld. Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, beispielsweise ein Unfall oder ein Autokauf.
>> Aber nicht nur am Telefon versuchen Straftäter, zu betrügen oder zu stehlen. Nicht jeder, der an der Haustür klingelt, kommt in guter Absicht. Trickbetrüger tarnen sich gerne als: Amtspersonen wie Polizisten, Finanzbeamte oder Gerichtsvollzieher, Außendienstmitarbeiter vom Energieversorger oder den Wasserwerken, Handwerker, die vorgeben, dringende Reparaturen durchführen zu müssen oder als Hilfesuchende, die um Stift und Papier oder ein Glas Wasser bitten. Die Polizei rät: Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung!
Führen Sie das Gespräch bei leicht geöffneter Tür, mit vorgelegter Kette oder aktiviertem Sperrbügel. Ein Glas Wasser oder einen Stift mit Papier können Sie auch so durchreichen, ohne denjenigen reinzulassen. Bei Misstrauen: Rufen Sie einfach bei den entsprechenden Stellen an und fragen nach. Bitten Sie einen Bekannten oder Nachbarn bei diesem Besuch anwesend zu sein. Ist dies nicht möglich, bitten Sie Ihren Besucher um einen späteren Termin.
Wichtig: Weder Polizeibeamte noch Bankmitarbeiter suchen Sie zu Hause auf, um nach Falschgeld, Kontodaten, Geheimnummern oder Geldverstecken zu fragen. Ein gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit. Lassen Sie sich nicht überrumpeln!
>> Die Polizei Hamburg bietet zum Thema „Betrüger am Telefon“ kostenlose Beratungen an. Die Polizei am Neugrabener Markt erreicht man rund um die Uhr unter Telefon 428 65 47 10.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here