Vor Hamburger Testzentren bilden sich, wie hier in Harburg, lange Warteschlangen. Foto: pöpleu

AKTUALISIERUNG

Der Senat hat mit Wirkung zum 4. Dezember 2021 weitere Maßnahmen beschlossen. Die einzelnen Maßnahmen im Überblick:

Es gelten strenge Kontaktbeschränkungen für ungeimpfte Personen. Private Zusammenkünfte im öffentlichen oder privaten Raum, an denen nicht geimpfte und nicht genesene Personen teilnehmen, sind auf den eigenen Haushalt sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes zu beschränken. Ausgenommen sind Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres und Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können und über ein ärztliches Zeugnis hierüber verfügen.

Im Einzelhandel, der nicht dem täglichen Bedarf zuzuordnen ist, gilt flächendeckend und inzidenzunabhängig die 2G-Regel. Um die Kontrolle der Nachweispflicht zu vereinfachen, sind die Geschäfte verpflichtet, digitale Kontrollmöglichkeiten für die Prüfung einzusetzen, z. B. die App CovPassCheck.

Generell gilt in allen Innenräumen, auch unter 2G-Bedingungen, eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Die Maskenpflicht gilt nicht, wenn es nicht möglich ist, eine Maske zu tragen, z. B. beim Essen oder Trinken im Restaurant, in der Sauna oder bei der Sportausübung.

Das 2GPlus-Modell (genesen / geimpft und getestet) gilt für alle Tanzveranstaltungen, unabhängig von der Lokalität. Es ist neben dem Impfnachweis oder dem Genesenennachweis auch ein negativer Testnachweis vorzulegen.

Die bestehende Ausnahme für Kinder und Jugendliche im 2G-Zugangsmodell gilt nur noch für Personen unter 16 Jahren.

Für Großveranstaltungen liegen die absoluten Obergrenzen bei 5.000 Personen in Innenräumen und bei 15.000 Personen im Freien (z. B. Stadion). Diese Regeln gelten ab Montag, 6. Dezember 2021.

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Olaf Zimmermann, Hamburg. Hamburg verschärft seine Corona-Regeln. Der Bundestag soll über die Einführung einer Impfpflicht abstimmen, die schon im März 2022 kommen könnte. Die als besorgniserregend eingestufte Corona-Variante Omikron wurde auch in Deutschland nachgewiesen.
In Hamburg lag die Inzidenz (Stand 1. Dezember) bei Geimpften bei 24 Infektionen pro 100.000 Einwohnern, bei Ungeimpften betrug sie 898. Die Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern steigt beständig an. Um freie Kapazitäten auf den Intensivstationen zu sichern, werden inzwischen geplante Operationen abgesagt oder verschoben.
Lange Warteschlangen vor den Impf- und Testzentren veranschaulichen, wie Hamburg auf den kommenden Corona-Winter vorbereitet ist. Es fehlt an Impfstoff und an Tests. Verantwortlich für die Impfstoffknappheit ist der Bund. Von 57.000 bestellten Dosen wurden nach Angaben von Senatssprecher Marcel Schweitzer „nur 24.000 geliefert.“
Nach Ansicht von Deniz Celik, dem Gesundheitsexperten der Hamburger Linken, fehlt es außerdem an Impfmöglichkeiten. Der Senat müsse „dafür Sorge tragen, dass alle Impfwilligen ein Angebot wahrnehmen können. Und zwar wohnortnah, ganztägig und an sieben Tagen in der Woche.“ „Wir haben sehr große Impfzentren in jedem Bezirk, die auch ausgeweitet werden können“, sagt Marcel Schweitzer.
Vom heutigen Samstag an gelten in Hamburg folgende Corona-Bestimmungen: Im Einzelhandel wird 2G Pflicht. Einkaufen dürfen allein Geimpfte und Genesene. Ausnahmen gelten nur für Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Supermärkte oder Apotheken.
Die bisherigen Ausnahmen für ungeimpfte Minderjährige gelten nur noch für unter 16-Jährige. In Clubs und Discos, bei so genannten Tanzlustbarkeiten, ist jetzt 2G-Plus vorgeschrieben. Besucher müssen geimpft oder genesen sein und zusätzlich einen negativen Corona-Test vorweisen. In Theatern und Kinos gilt trotz 2G wieder eine Maskenpflicht am Platz.

Bürgermeister Peter Tschentscher setzt zusätzlich auf Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Ob diese beschlossen wurden, stand bei Redaktionsschluss nicht fest. Ebenso die Frage, ob die Besucherzahlen bei Großveranstaltungen wie Spielen der Fußball-Bundesliga eingeschränkt werden.
Auf Grund der neuen 2G-Plus-Regel wird die Nachfrage nach Tests zunehmen. Ist die Stadt darauf vorbereitet? „Testkapazitäten sind nicht überschwenglich vorhanden“, räumt der Senatssprecher, „sie werden aber ausgebaut werden können.“
Warum die erneuten Einschränkungen? Ungeimpfte sollen so einen zusätzlichen Anreiz erhalten, sich impfen zu lassen. „Es wird schwer für ungeimpfte Personen. Nur die Impfung hilft“, so Marcel Schweitzer.

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