Zebrastreifen in der Notkestraße: Dieser hier befindet sich allerdings am Kreisel zur Trabrennbahn, also weitab von den Kitas, die ihn vielleicht viel nötiger hätten. Foto: cvs

Ch. v. Savigny, Bahrenfeld

Sollte in der Notkestraße Tempo 30 eingeführt werden? Eltern fordern das immer wieder: Sie sehen ihren Nachwuchs gefährdet. Insbesondere während der Stoßzeit morgens und nachmittags sei der Verkehr schon ziemlich extrem, erzählt Manja Neumann, Leiterin der örtlichen ASB-Kita. „Eltern berichten, dass sie sich kaum noch über die Straße trauen.“ Das Kitapersonal sei ständig in Sorge, wenn die Kinder mal draußen auf dem Hof spielten. „Mit ihren Laufrädern sind die Kleinen blitzschnell an der Straße, da muss man wirklich aufpassen.“
Tempo 30 statt Tempo 50: Das fordert auch die CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Anke Frieling, die sich bereits seit mehreren Jahren für ein Tempolimit zwischen der genannten Kita (Notkestraße 23, Träger: Arbeiter-Samariter-Bund) und einer benachbarten Kindertagesstätte (Notkestraße 85, Träger: Desy) einsetzt. Rund 500 Meter lang ist der betreffende Straßenabschnitt. „Innerhalb der letzten Jahre sind viele junge Familien ins Viertel gezogen“, begründet Frieling ihre Forderung, zu der sie bereits zwei Anfragen in der Bürgerschaft gestellt hat.

Kein Raser-Hotspot, kein Unfallschwerpunkt
Doch die Umsetzung gestaltet sich schwierig: Zum einen sind laut Polizei „die gefahrene Geschwindigkeit und die Verkehrsunfalllage in Bezug auf Geschwindigkeit unauffällig“. Will sagen: Weder ist die Notkestraße ein Hotspot für Raser, noch hat es auffallend häufig gekracht. Zum anderen spricht auch die Gesetzeslage dagegen: Zwar ist vor Kitas, Schulen und ähnlichen Einrichtungen üblicherweise Tempo 30 vorgeschrieben, jedoch nur, wenn diese tatsächlich direkt an der Straße liegen. Das ist in der Notkestraße nicht der Fall: Beide Kitas befinden sich etwas abseits beziehungsweise im Hinterhof. Auch die Buslinie, die durch die Notkestraße verläuft, ist laut Antwort des Senats ein Ausschlusskriterium.
Für ein Tempolimit plädiert dagegen Holger Sülberg von den Grünen im Bezirk Altona. „Wir gehen dem gerne nach und gucken, was wir tun können. Doch leider wird so etwas vonseiten der Stadt meist ausgebremst.“
Zumindest könnte die Notkestraße demnächst etwas einfacher zu überqueren sein: Denn die örtliche Polizei (PK 25) hat beschlossen, in Höhe der Einmündungen Rosenwinkel und Stutsmoor einen Zebrastreifen einzurichten. Davon würde insbesondere die ASB-Kita profitieren. „Sobald die Finanzierung geklärt ist, wird sich das Bezirksamt Altona an die Umsetzung des Fußgängerüberwegs machen“, sagt Bezirksamtssprecher Mike Schlink.

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