Makers Island am 01. & 02.12. im Bürgerhaus Wilhlemsburg mit den „Jungen Tüftlern“ aus Berlin u.v.m.

Teilnahme kostenfrei

 

Wie kann für die Elbinseln ein digitaler Ort für alle geschaffen werden? Wie können freie Software und Open-Source-Technologie eingesetzt werden, damit ein digitaler Ort entsteht, der einfach nutzbar und frei zugänglich ist? Gemeinsam soll nach digitalen Lösungen geforscht werden, die den Stadtteil vernetzen und verbinden und die Elbinseln digital sichtbar machen. Mit digitalen Werkzeugen soll ein schöner, lebenswerter, bunter und nachhaltiger Ort entstehen, der die Online- und die analoge Welt sinnstiftend verbindet. Dazu werden soziale und kulturelle Institutionen, Vereine und Gruppen der Zivilgesellschaft, der lokale Einzelhandel, Gewerbe und die Nachbarschaften eingeladen, entlang eines Design-Thinking-Prozesses und agiler Arbeitsmethoden Ideen für digitale Prototypen zu entwickeln, und auch selbst umzusetzen – es sind keinerlei Vorkenntnisse nötig.

 

Warum ist das so wichtig?

 

Oftmals werden Technologien an den Menschen vorbeientwickelt, die am meisten von ihnen betroffen sind. Beispiel Google Maps: Diese App ist aus unserem Leben kaum mehr wegzudenken. Wer schaut sich erst noch analog im Viertel nach einem Restaurant ohne direkt zur App zu greifen, um dort zu suchen? Die allermeisten werden ganz selbstverständlich zum Smartphone greifen. Was aber, wenn der Algorithmus eher die große Kette prominent bewirbt, der kleine Laden von nebenan aber in der Masse untergeht? Das Vertrauen in Technologie setzt einem Scheuklappen auf. Anstatt Informationen zu hinterfragen, wird Informationen oft blind vertraut. Dies hat zur Folge, dass auch das Verhalten ganz konkret verändert wird. Google Maps ist nur eines unzähliger Beispiele, wie Digitalisierung alle betrifft. Aber was, wenn man sich eigene Konzepte überlegen würden? Wäre es beispielsweise nicht möglich ein lokales Netzwerk für den Stadtteil zu entwickeln? Entworfen von Menschen, die man kennt und denen man vertraut? Genau hier soll die Veranstaltung Maker Island ansetzen. In einem ersten Schritt sollen mittels der Innovationsmethode Design Thinking Ideen entwickelt werden. Design Thinking ist eine nutzer:innenzentrierte Produktentwicklungsmethode: Die Menschen, für die entwickelt wird werden beteiligt und mit ins Boot geholt.

 

In Workshops lernen die Teilnehmenden digitale Werkzeuge zu nutzen, um ihren Bedürfnissen Gehör zu verschaffen. Es geht nicht darum aus allen Menschen Programmierer:innen zu machen. Stattdessen sollen individuelle, teils spielerische, Zugänge zu dem Thema geschaffen werden. Denn klar ist: Für Viele ist Digitalisierung ein abstraktes Thema. Dabei hat sie ganz konkrete Auswirkungen auf das Leben aller. So soll Digitalität als kreatives Werkzeug nutzbar gemacht werden. In einem zweiten Schritt sollen an sogenannten Maker Stationen die entwickelten Ideen umgesetzt werden. Natürlich kann kein neues Google entwickelt werden aber hier werden vereinfachte Versionen der generierten Ideen ausprobiert werden können. Im Fokus steht hierbei das erfahrungsbasierte Arbeiten mit digitalen Werkzeugen. Anhand solcher Prototypen kann viel besser nachvollzogen werden, ob und wie das digitale Produkt funktioniert. Außerdem wird so ein niederschwelliger, praxisorientierter Zugang zu Programmierung geschaffen.

 

Das Ziel ist es eine digitale Infrastruktur zu schaffen, die allen Beteiligten gehört. Nur wenn sich alle gemeinsam für den Stadtteil stark machen, kann er selbstbestimmt mitgestaltet werden.

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