Die GWH-Cheerleader der „Dragon Cheer Athletics“ mit Vereinschef Rainer Bliefernicht.Foto: PR

Olaf Zimmermann, Harburg. Auch Sportvereine haben in den vergangenen Monaten unter massiv unter der Pandemie gelitten. Wettkämpfe und Training mussten ausfallen, Mitglieder sind ausgetreten. Wie ist Grün-Weiß Harburg in der Corona-Zeit bislang zurecht gekommen? Ein Interview mit Vereinschef Rainer Bliefernicht.

Wie hat der Verein die Corona-Pandemie bislang überstanden?
Unseren Mitgliedern haben wir durch die Corona-Beschränkungen einiges abverlangt. Die meisten, und dafür bin ich den Mitgliedern sehr dankbar, haben es klaglos ertragen. Gemeinsam überstehen wir auch diese vierte Corona – Welle. Etwas Sport geht in dieser schweren Zeit ja wieder. Wir halten uns eisern an die Vorgaben vom Gesundheitsamt und hoffen auf Besserung. Vom Händling der Maßnahmen war es ein Kraftakt. Nicht nur für die Geschäftsstelle, sondern auch für die Spartenleiter.

Gab es viele Austritte?
Zum Jahresende 2020 lagen wir bei den Austritten im Mittel der letzten zehn Jahre. Wir hatten aber so gut wie keine Eintritte. Das hat sich zur Jahresmitte 2021 geändert. Seit dem haben wir wieder Neueintritte im üblichen Rahmen

Welche Abteilung hat am meisten gelitten?
Zuerst der Gesamtverein. Unser Jubiläum 100 Jahre Grün-Weiss-Harburg ist nach gutem Start im Januar 2020 durch den Lockdown regelrecht abgewürgt worden. Wir alle haben uns sicherlich ein anderes 100-jähriges Jubiläum vorgestellt.
Die Planungen des Vorstandes und Buchungen von Räumlichkeiten waren in trockenen Tüchern. Und dann kam sie, die Pandemie. Dieser dicke Strich, der unsere Jubiläumspläne durchkreuzt hat, hat uns hart getroffen. Nun zu der Abteilung: Die Basis eines jeden Breitensportvereins ist das Kinderturnen. Hier haben wir vier Übungsleiterinnen verloren. Ein Eltern-Kind-Turnen-Angebot und das Wettkampfturnen finden noch immer nicht statt.
Hinzu kommt der Umstand, dass Hallensport erst ab 16-17 Uhr in den Schulsporthallen möglich ist.
Aber der Umstand ist auch schon vor Corona da gewesen.

Hat GWH vom ActiveCity Starter Gutschein (80 Euro) profitiert?
Das Angebot wird seit der Einführung von fast allen Neueintritten genutzt. Es ist aber auch unabhängig von der derzeitigen Lage ein reizvolles Angebot, um in den Sport einzusteigen.

Was steht auf der Vereinsagenda ganz oben und muss zügig erledigt werden?
Die Mitgliederversammlung, die laut Satzung in den ersten drei Monaten abgehalten werden muss. Wir sind 2020 und 2021 in die Corona – Beschränkungen gerasselt. Jetzt müssen wir aus der kommissarischen Vertretung raus und endlich wieder in geordnete Verhältnisse kommen. Rechtlich ist alles sauber, aber so geht es nicht weiter.

Wo wird GWH im nächsten Jahr besonders auftrumpfen?
Das ist jetzt noch nicht absehbar, da die Entwicklung der äußeren Begebenheiten noch unklar scheint. Wir wollen uns aber auf jeden Fall weiter auf den Breitensport ausrichten. Wir im Vorstand haben die Zeit genutzt und eine sehr langfristige Kooperation mit dem Schützenverein Sinstorf zum Abschluss gebracht.
Der Vorteil für die Sinstorfer Schützen ist eine gesicherte Erhaltung des Schützenhauses „Alfred Wildhusen“. Unser Vorteil besteht in der Nutzung des über 700 Quadratmeter großen Kleinkaliber – Schießstandes, den wir jetzt frei nutzen und umgestalten wollen.
Dadurch werden wir in die Lage versetzt, mehr Sport, wie Mutter und Kind – Turnen und Seniorensport und Integrationsangebote bieten zu können. Wir können somit unseren Mitgliedern vormittags und am frühen Nachmittag zusätzliche Sportangebote ermöglichen, die normalerweise nicht zu dieser Zeit möglich sind – Stichwort Schulhallennutzung erst am späten Nachmittag.

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