Die Visualisierung zeigt den Entwurf des Architekturbüros Riemann zur Gestaltung der Wohngebäude am Dorflageweg.Foto: d. drewlani
Das Plangebiet.Foto: Stadt hamburg

Östlich vom S-Bahnhof wollen die Procom Invest GmbH und die Pekrul Projekt Partner GmbH für 35 Millionen Euro 110 Wohnungen bauen

Olaf Zimmermann, Neugraben. Rund 250 Meter östlich des S-Bahnhofs Neugraben wird im Bereich Dorflageweg/Kleinfeld ein neues Wohnquartier entstehen. Das Bezirksamt kann sich auf dem 1,4 Hektar großen Gelände – derzeit überwiegend von Ein- und Zweifamilienhäusern und dem Umspannwerk geprägt – rund 210 Wohnungen vorstellen. Die Procom Invest GmbH und die Pekrul ProjektPartner GmbH, denen hier eine 5.400 Quadratmeter große Fläche gehören, halten insgesamt sogar 280 Wohnungen für möglich.
Auf ihrem Baufeld wollen die beiden Hamburger Firmen für rund 35 Millionen Euro gemeinsam 110 Wohnungen errichten, darunter ein Drittel mit öffentlicher Förderung. Umgesetzt wird hier ein von einer Jury ausgewählter Entwurf des Lübecker Architekturbüros Riemann, der auch die Grundlage für den neuen Bebauungsplan Neugraben-Fischbek 77 bilden soll. Der alte B-Plan aus den 1960er Jahren hatte hier drei bis vier Hochhäuser vorgesehen.
Der Architekturentwurf setzt auf mehrgeschossige Gebäude mit 1,5- bis 5-Zimmer-Wohnungen. Roter Ziegel und begrünte Dächer sind auffällige Gestaltungsmerkmale. Die am Rand des Geländes geplanten Wohnblocks sollen den Innenbereich des Quartiers vor dem Lärm der Bahntrasse und des Süderelbebogens schützen.
Angestrebter Baubeginn: Sommer 2023. Frühestens Ende 2025 könnten die ersten Mieter einziehen.
Im 8.750 Quadratmeter großen Areal im Plangebiet, das nicht den beiden Hamburger Firmen gehört, befinden sich die Grundstücke meist im Besitz der Anwohner. Der neue B-Plan soll ihnen eine weitere Bebauung ihrer Grundstücke ermöglichen. Fest steht: Niemand muss bauen.
Nicht ausgeschlossen ist, dass die Procom Invest GmbH und die Pekrul ProjektPartner GmbH versuchen werden, den Anwohnern Grundstücke abzukaufen.
„Derzeit konzentriert sich die Projektentwicklung auf die eigenen Grundstücke“, teilte Matthias Onken, dessen Agentur die beiden Firmen bei diesem Bauvorhaben vertritt, auf Anfrage mit.

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