Tausende hatten in Neugraben und der Hamburger Innenstadt für eine Schließung des Labors in Mienenbüttel demonstriert. Foto: andré lenthe fotografie

André Lenthe, Süderelbe. Die Spatzen pfiffen es schon in den letzten Wochen von den Dächern, jetzt kam die Bestätigung. Provivo Biosciences (ehemals LPT) wird die Tierversuche auch am Standort Neugraben in rund drei Monaten beenden. „Richtig ist, dass wir beabsichtigen, die Tierversuche per Ende Januar 2022 einzustellen,“ antwortet das Presseteam des Tierversuchslabors auf eine Anfrage per E-Mail. Der Standort selbst soll aber erhalten bleiben. „Wir können zum zukünftigen Businessmodell der Provivo Biosciences aktuell keine Auskunft geben“, heißt es weiter in der kurzen Nachricht des Labors. Provivo soll in Zukunft auf eine tierversuchsfreie In-Vitro-Forschung umsteigen.
Hintergrund: Das LPT hatte Ende 2019 schaurige Bekanntheit erlangt, nachdem am Standort Mienenbüttel, einem Ortsteil von Neu Wulmstorf, grausame Tierversuche und weitere Verstöße gegen das Tierschutzgesetz bekannt geworden waren. Danach hatten Tierschützer regelmäßig in großer Zahl gegen LPT demonstriert und Mahnwachen gehalten.
„Wir haben sie offensichtlich zermürbt. Ich bin froh über die Ankündigung von Provivo, endlich aus den Tierversuchen auszusteigen“, sagt Uwe Gast, Mitglied der Tierschutzorganisation TAFF. „Wir konnten verhindern, dass sich das Unternehmen durch einen neuen Namen und der Forschung für Biontech in der Coronakrise reinwaschen konnte“, so Gast weiter.

1 KOMMENTAR

  1. Das hat jedoch die Soko Tierschutz erreicht mit ihren Aufnahmen, dadurch hat das Labor den Paragraphen 11 verloren, die Haupteinahme fiel weg und der Rest eine Folge dessen

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