Zur Unterstützung der Rettungsteams können Drohnen wie diese der Rettungshundestaffel nützlich sein.Foto: ES

Emma Schulz, Wilhelmsburg. Auf dem Übungsgelände der BRH-Rettungshundestaffel Hamburg und Harburg an der Alten Schleuse zeigten der Bundesverband Rettungshunde BRH, Deutsches Rotes Kreuz, Malteser und Deutsche Lebensrettungsgesellschaft DLRG, was Drohnen bei der Rettung von Menschen leisten können.
Es summt, dann nähert sich ein futuristisches Flugobjekt, schwebt über Vereinsgebäude, Straße, Zäune, Firmengelände, entfernt sich Richtung Veringkanal. Auf einem Bildschirm erkennen Beobachter, wie mehrere hundert Meter entfernt ein Mann im Wasser mit den Armen rudert, und können Rettungsschwimmer auf den richtigen Weg schicken.
Diese und ähnliche Übungen im Wald und auf vernebeltem Trümmergelände zeigten, wie flexibel Drohnen mit Wärmebildkameras und Scheinwerfern sind, wo man sie überall einsetzen kann.
Was können Drohnen besser als Menschen und Hunde? „Eine Drohne ist sehr schnell startklar“, sagt Ralf Bergmann, Drohnenpilot der Rettungshundestaffel, „Dann kann man sich schnell einen Überblick über das Gelände verschaffen, erkennt zum Beispiel, wo es Sinn macht, Rettungshunde loszuschicken.“ Denn die Ortsbeschreibungen sind bei Alarmierungen oft sehr ungenau. Und: Drohnen können – wie bei der Explosion in Barmbek – dahin vordringen, wo es für Mensch und Hund zu gefährlich ist. Außerdem werden sie nicht müde, während ein Rettungshund nur etwa 30 bis 45 Minuten am Stück durchhalten kann.
In der Übung an der Alten Schleuse haben sich die Drohnen jedenfalls bewährt: Alle „Vermissten“ wurden – auch mit zusätzlicher Hilfe von Rettungshunden – zügig aufgespürt.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here