Nobelpreisträger für Physik: Professor Klaus Hasselmann. Foto: Max-Planck-Institut

Physik-Nobelpreis für den Hamburger Professor Klaus Hasselmann

Von Dirk Andresen. Alle reden vom Klima – im Wahlkampf war es eines der wichtigsten Themen überhaupt. Wieviel Zeit bleibt uns noch, um die Erde zu retten? Einer, der dieses Thema wie kaum ein anderer durchleuchtet und erforscht hat, kommt aus Ottensen und forschte in Eimsbüttel: Professor Klaus Hasselmann (89), der für seine bahnbrechende Arbeit jetzt mit der höchsten Auszeichnung überhaupt geehrt wurde, dem Physik-Nobelpreis. Gemeinsam mit dem Japaner Syukuro Manabe und dem Italiener Giorgio Parisi bekommt er den Preis am 10. Dezember pandemiebedingt in seinem Heimatland überreicht.

Hasselmann machte Hamburg zu einem der führenden Zentren der Klimaforschung weltweit, war zunächst Professor und Direktor des Instituts für Geophysik und Planetarische Physik an der Uni Hamburg. Nach mehreren Jahren im Ausland übernahm er von 1975 bis November 1999 die Leitung des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg und war von 1988 bis 1999 wissenschaftlicher Direktor am Deutschen Klimarechenzentrum in der Hamburger Bundesstraße.

Schon in den 1990er-Jahren hat er eine Methode entwickelt, die die verheerende Wirkung menschengemachter Treibhausgase auf die globale Durchnittstemperatur zeigen konnte. Das übernahm der Weltklimarat und stellt seitdem in immer dramatischeren Berichten fest, wie verheerend der Mensch das Klima beeinflusst.

Der Forscher war wegen der Preisverleihung sichtlich bewegt: „Ich bin noch ganz überrascht. Ich will gar nicht aufwachen, für mich ist das ein schöner Traum.“ Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD): „Seine Forschung ist ein herausragendes Beispiel für exzellente Wissenschaft in Hamburg.“ Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne): „Seine Arbeit mahnt uns als Gesellschaft, den Kampf gegen den Klimawandel mit Nachdruck voranzutreiben.“

Der Hamburger Geophysiker Michael Böttinger, Leiter der Visualisierung und der Öffentlichkeitsarbeit am Klimarechenzentrum: „Ich habe als junger Mitarbeiter 1988 unter Professor Hasselmann am Zentrum angefangen. Inzwischen ist er im verdienten Ruhestand. Er würde wohl sagen: Ich bin nur ein bisschen fauler geworden.“

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