Sportliche Rivalität: Der FC Teutonia 05 mit Heorge Kelbel (gelbes Trikot) ist oben, Andre Wallenborn von Altona 93 und sein Team bleiben Letzter. Foto: Claus Bergmann

Fußball-Regionalliga: die Halbzeitbilanz

Von Dirk Andresen. Unterschiedlicher könnten die Bilanzen nicht sein: Teutonia 05 Ottensen grüßt nach dem 1:1 bei Eintracht Norderstedt zum Ende der Hinrunde von der Tabellenspitze in der Regionalliga Nord. Und Altona 93 klebt nach dem 2:2 im Heimspiel gegen St. Pauli II weiter am Tabellenende. Mal wieder kassierte die Elf von Trainer Andreas Bergmann quasi in letzter Sekunde den Ausgleich. Umso bemerkenswerter, dass der Coach nach dem Spiel einen deutlichen Vertrauensbeweis an seine Truppe und den Klub lieferte.

Teutonias Trainer Dietmar Hirsch war dagegen nach dem Unentschieden in Norderstedt trotz des Treffers von Jason Ejesieme (31.) für sein Team sichtlich angefressen: „Das Einzige was heute gut ist am Ergebnis, ist, dass wir immer noch ungeschlagen sind, aber sonst war es mit die schlechteste Saisonleistung. Wir haben selbst den Gegner aufgebaut.“

„Bisher eine hervorragende Saison gespielt“

Bei seiner Bilanz der Hinrunde zeigte sich der Trainer des Tabellenführers dann aber deutlich freundlicher: „Wir haben bisher eine hervorragende Saison gespielt und solche Spiele wie heute stehen meiner Mannschaft dann auch mal zu.“ Das Saisonziel der Shooting Stars aus Ottensen hat Hirsch weiter ganz fest im Visier: „Wir spielen um den Profifußball, wir wollen in die 3. Liga aufsteigen. Aber das wollen viele andere auch.“
Genau in die entgegengesetzte Richtung muss dagegen 93-Cheftrainer Bergmann seinen Blick richten. Nachdem Schütt Paulis Zweite in der 40. Minute in Führung gebracht hatte, erzielte Gumpert (51.) für die Hausherren vor 650 Fans den Ausgleich. Bergmann landete dann mit der Einwechslung von Akyol einen Volltreffer, denn der brachte 93 mit 2:1 in Front, ehe dann in der Nachspielzeit (92.) wieder Schütt für Pauli noch ausglich. Bergmann nahm den erneuten späten Punktverlust mit Humor: „Diesmal habe ich immerhin einen Punkt. In den letzten Minuten tat es für die Jungs auf dem Platz natürlich weh.“ Vor der Regionalliga-Rückrunde hat er trotz des letzten Tabellenplatzes das Ziel Klassenerhalt weiter im Blick: „Vielleicht kommt ja jetzt unser Spielglück ein bisschen zurück.“

Und falls es für den AFC am Ende doch nicht reichen sollte, will der Ex-Bundesligatrainer trotzdem als Chefcoach auch in der Oberliga bleiben. Bergmann, der erst kürzlich von den 93-Verantwortlichen auch zum Sportlichen Leiter für die Männer-, Frauen- und Jugendabteilung befördert wurde: „Ich will es mir noch nicht vorstellen, aber wenn der Weg vom Verein so weiter gegangen wird, mit allen Konsequenzen, dann würde ich bleiben.“ Seine Beförderung auch zum Sportchef war dafür wohl auch mitentscheidend. „Ich fühle mich hier einfach sehr wohl“, so der 62-Jährige, „ich mag es, wie bei Altona 93 noch Fußball gelebt wird. Alle sind hier mit dem Herzen dabei. Ich freue mich, dass wir gemeinsam etwas aufbauen.“

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