Hier soll das Wohnprojekt entstehen: Frauke Hennings (Der Hafen) und CDU-Mann Ralf-Dieter Fischer in der Neugrabener Marktpassage. Foto: wit

Von Wolfgang Wittenburg

Depressionen, Burnout, Magersucht, Bulimie, Psychosen: Jeder dritte Bundesbürger leidet innerhalb eines Jahres unter einer oder gleich mehreren dieser seelischen Krankheiten. Wer Hilfe bei einem Psychotherapeuten sucht, muss im Moment monatelang auf einen Therapieplatz warten. Noch schwerer haben es diejenigen, die nach einem stationären Klinikaufenthalt weiter Unterstützung benötigen, um das tägliche Leben zu meistern. Hier will der Verein „Der Hafen“, der im Hamburger Süden mehrere Beratungsstellen betreibt (siehe Infokasten), zusammen mit der Asklepios Klinik Harburg jetzt für Abhilfe sorgen.

„Wir planen eine Einrichtung für den gesamten Süderelbe-Raum“, sagt Frauke Hennings, Diplom-Pädagogin und seit sieben Jahren ehrenamtliche „Der Hafen“-Geschäftsführerin. „Es gibt hier einen Bedarf an intensiv betreuten Plätzen für Menschen, die aufgrund ihrer psychischen Erkrankung so eine Hilfe über einen bestimmten Zeitraum brauchen, um sich dann in ihrem Alltag wieder weniger intensiv betreut zurechtzufinden.“

Vollversorgung für zwölf Menschen
Das Wohnprojekt soll in Neugraben in der Marktpassage 7-9, entstehen. Zwölf Menschen sollen hier voll versorgt werden. Als Starttermin wird der 1. April 2022 angestrebt. „Wir gehen davon aus, dass wir für den Bezirk mit dieser Anzahl gut aufgestellt sind. Der Anfang ist gemacht. Mindestens 20 Arbeitsplätze werden so entstehen“, freut sich Frauke Hennings. Von Seiten der Harburger Kommunalpolitik wird das Vorhaben über Parteigrenzen hinweg unterstützt.
„Diese sozial-medizinische und therapeutische Einrichtung ist für den Bezirk eine gute Sache. Politische Akzeptanz ist wichtig, um Zustimmung in der Bevölkerung und der Region herzustellen und Widerständen vorzubeugen“, sagt Harburgs CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer.
Frauke Hennings ist hoffnungsvoll: „Mein größter Wunsch ist, dass wir dort eine gute Nachbarschaft finden, und die bereits bestehende gute Nachbarschaft zu unseren Einrichtungen auch dort fortsetzen können.“

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