Schulsenator Ties Rabe überreichte Astrid Demattia die Verdienstmedaille des Bundespräsidenten. Foto: Istel/BSB

Schulsenator überreicht Verdienstmedaille – auch das
Goethe-Gymnasium würdigt die langjährige Musiklehrerin

 

René Dan/Linh Fründt, Lurup/Hamburg

Astrid Demattia konnte es kaum fassen: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat ihr die Verdienstmedaille verliehen. „Das hat mich vollkommen sprachlos gemacht“, erinnert sich die Musiklehrerin und langjährige Leiterin des Großes Chores, des Schulorchesters und des Kammerchors des Goethe-Gymnasiums an ihre Reaktion auf die Nachricht.

Astrid Demattia während ihrer Dankesrede im Bürgermeistersaal des Hamburger Rathauses. Foto: Istel/BSB

Die Auszeichnung wurde Astrid Demattia bereits im vergangenen Jahr vom Staatsoberhaupt für ihr außerordentliches Engagement als Musikpädagogin verliehen. Doch die Übergabe wurde pandemiebedingt viermal verschoben. Am 9. September aber war es so weit: Schulsenator Ties Rabe überreichte Astrid Demattia die Verdienstmedaille des Bundespräsidenten.

„Ich muss etwas bewegt haben“, sagt Astrid Demattia bescheiden. Dabei hat die Pädagogin Generationen von Schülern mit ihrem Musikunterricht begeistert. Besonders viel Freude aber hat Astrid Demattia mit dem Schulorchester, das sie 37 Jahre lang geleitet hat, und mit dem Schulchor, den sie 36 Jahre lang geleitet hat, wie auch mit dem Kammerchor vermittelt.

Sehnsüchtig erwartet wurden die Revuen vor den Sommerferien und die Konzerte in der Adventszeit: in der Schule, in der Luruper Auferstehungskirche und seit 15 Jahren auch im Michel. Im Jahr 2015 aber das für die Beteiligten wohl aufregendste Konzert: Der Große Chor trat in der New Yorker Carnegie Hall mit Karl Jenkins „The Healer“ auf.

Antonia Eder – sie machte im vergangenen Jahr das Abitur am Goethe-Gymnasium – sang bereits beim Orchesterkonzert, das am 1. September gegeben wurde, ein Abschiedslied für die langjährige Musiklehrerin. Foto: pr

Vor gut einem halben Jahr nun ist Astrid Demattia in Pension gegangen, unterrichtet aber gleichwohl als Lehrbeauftragte weiter Musik am Rispenweg.

Tatsächlich hat die langjährige Musiklehrerin auch am 1. September das Orchesterkonzert geleitet, das unter dem Motto „Auf Wiedersehen!“ stand. Zur Halbzeit gab es noch eine besondere Überraschung für die Orchesterleitung, die fortan von Yasmin Vogts und Indira Chuda übernommen wird. Neben einer rührenden Abschiedsrede durch den Konzertmeister Manuel Jacobsen, spielte das Orchester in der Gesamtbesetzung ein heimlich einstudiertes Abschiedslied für Astrid Demattia.

Am Abend des 10. Septembers schließlich mochte am Goethe-Gymnasium niemand das Wort „Abschied“ in den Mund nehmen, obwohl der Anlass der Zusammenkunft die Verabschiedung der Musiklehrerin war. Über ein halbes Jahr lang plante die Astrid-AG, eine Delegation aus ehemaligen Schülern und jetzigen Lehrern, das Programm für den Abend: Eröffnet wurde dieser vom Schulorchester unter der Leitung der zu verabschiedenden Persönlichkeit.

Im Anschluss moderierte Yasmin Vogts als ehemalige Schülerin und jetzige Kollegin der Geehrten den ersten Teil des Festakts.

Ein Rückblick mit allen Highlights der Demattia-Ära durfte an diesem Abend natürlich nicht fehlen. So sang der von der Gefeierten gegründete Große Chor ein musikalisches Dankeschön: Abbas „Thank you for the music“. Von Videoeinspielern großer Chor- und Orchestermomente bis hin zu einstudierten Sketchen und Liveauftritten bot der Abend viel Esprit.

Die Gefeierte aber blieb im Goethe-Gymnasium wie auch im Hamburger Rathaus bescheiden. Im Bürgermeistersaal hatte sie gesagt: „Es mag sein, dass ich jungen Menschen etwas gegeben habe. Aber ich habe von ihnen auch eine ganze Menge bekommen, und auch dafür sage ich heute: Danke.“

Beim Orchesterkonzert, das bereits am 1. September gegeben wurde, feierten die Besucher die gesamte Leitung des Orchesters, das Astrid Demattia vor 37  Jahren gegründet hatte. Foto: Eva Schramm

 

 

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