Erster öffentlicher Auftritt im August 2020: (v. l.) Michael Dreyhaupt, Verena Wriedt, Kirsten Wontka und Joachim Dreessen. Foto: Harris Tiddens

Von Maren Langenbach

Der Klimawandel schreitet voran. Aber was kann der Einzelne dagegen tun? „Sehr viel“, ist die Antwort einiger Rissener. Ihr Motto ist ein Ausspruch des Polarforschers Robert Swan: „Die größte Bedrohung für unseren Planeten ist der Glaube, dass jemand anderes ihn retten wird.“ Deshalb haben sie sich 2019 zum Verein „Zukunftsforum Rissen“ zusammengeschlossen.
Dessen rund 90 Mitglieder wollen nicht nur reden, sondern auch anpacken. Ihre gemeinsame Überzeugung: „Dass es ohne die Menschen in den Stadtteilen nicht möglich ist, die national und global formulierten Klimaziele zu erreichen“, so Vorstandsmitglied Joachim Dreessen. Deshalb gib es verschiedene Fachforen, die auf die unmittelbare Umgebung abzielen: In „Alternativen Mobilität“ geht es darum, den Rissener Ortskern nachhaltig attraktiver zu machen, im Forum „Nachhaltige Energieversorgung“ werden Webinare zur Energiegewinnung angeboten, Hauseigentümer tauschen sich beispielsweise über ihre Erfahrungen mit Solarenergie-Anlagen aus.

In Rissen soll bald ein „Zukunftsquartier“ entstehen
Außerdem will der Verein eine „Stadt-Land-Kooperative“ aufbauen. So sollen die Rissener ökologische Lebensmittel direkt aus der Region beziehen können, erklärt Dreessen. Hierbei arbeitet der Verein mit verschiedenen Höfen in der Umgebung zusammen, die „solidarische Landwirtschaft“ praktizieren. Damit ist ein direkter Zusammenschluss von Erzeugern und Verbrauchern gemeint. Die Mitglieder der Kooperative können dann Lebensmittel im Pop-up-Zukunftshaus abholen.
Weiteres Ziel: In Rissen soll ein „Zukunftsquartier“ entstehen. Gemeint ist ein „nachhaltiges Wohnviertel“. Ein passendes Grundstück ist aber noch nicht gefunden, Angebote sind willkommen. Für alle, die ihren eigenen Alltag auf nachhaltig umpolen möchten, hat Joachim Dreessen einen Tipp: „Weniger Fleisch essen, mehr Fahrrad fahren und die Temperatur im Haus um ein Grad senken – das wäre ein Anfang.“
Das Zukunftsforum lädt am Sonnabend, 25. September, ab 10 Uhr zum Tag der offenen Tür in das Pop-up-Zukunftshaus, dem ehemaligen Blumenladen Am Rissener Bahnhof 14. Um 14 Uhr (Thema Zukunftsquartier) und um 15.30 Uhr (Stadtteilprojekt am Grindel) beginnen Veranstaltungen, die auch online verfolgt werden können. Eine Anmeldung über die Homepage ist nötig unter

>> www.zukunftsforum-rissen.de

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here