Seit über zwei Jahren hinter Gittern: Die Bauminsel vor der Haspa Holstenstraße. Foto: cvs

Haspa Holstenstraße: Eingezäuntes Hochbeet stört Fußgänger

Anwohner und Passanten empfinden ihn als störendes Ärgernis: Seit rund zwei bis drei Jahren ist das Hochbeet vor der Hamburger Sparkasse (Haspa) Holstenstraße / Ecke Max-Brauer-Allee mit einem mannshohen Bauzaun abgesperrt. „Diese Baustelle – falls man sie überhaupt so nennen kann – regt mich auf“, schimpft eine Elbe Wochenblatt-Leserin in einem Leserbrief. Der Zaun sei völlig nutzlos, man könne sich nicht mal mehr hinsetzen. „Ich deute es so, dass die Haspa nicht wünscht, dass dort Leute Bier trinken oder vielleicht obdachlos sind und um Geld betteln“, sagt sie. Womöglich solle auch verhindert werden, dass in dem Hochbeet Drogen versteckt werden, da sich in der Nähe ein Suchtberatungszentrum befinde.

Blöder Zufall: Aufgrund des vor einigen Wochen gestarteten Kreuzungsumbaus müssen Passanten zurzeit mit einer Vielzahl an zusätzlichen Absperrungen zurechtkommen – auf den verbliebenen, schmalen Wegen entstehen auf die Weise manchmal regelrechte Fußgänger-Staus.

Eigentümer weiß nichts vom Zaum, der nun weg kommt

Nach Auskunft des Bauamts Altona ist das Grundstück nicht in städtischem Besitz, die Haspa verweist auf Nachfrage an ihren Vermieter, die Pöseldorfer Verwaltungsgesellschaft. Überraschung: Der Eigentümer – seinen Namen möchte er nicht in der Zeitung lesen – weiß von nichts. „Dass der Zaun dort immer noch steht, war mir nicht bekannt“, sagt er. Ursprünglich habe man geplant, an Ort und Stelle ein mehrstöckiges Wohnhaus zu errichten, das Haspa-Gebäude hätte zu dem Zweck abgerissen werden müssen. „Es gab Vorgespräche mit dem Bezirksamt, die recht positiv verlaufen sind. Am Ende ist der Plan aber an den Baukosten gescheitert“ berichtet der Eigentümer. Er werde die Hausverwaltung nun „unverzüglich“ anweisen, den Zaun zu entfernen.

Laut Bezirksamt gab es keinen Bauantrag. „Es wurde lediglich ein sogenannter Vorbescheidsantrag eingereicht. Da geht es geht es darum, erste Informationen einzuholen, etwa ob ein Grundstück überhaupt bebaut werden kann“, sagt Amtssprecher Mike Schlink. Der Vorbescheid sei vom Antragssteller zurückgezogen worden, noch bevor das Amt darüber entschieden habe.

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