Auch nach der Schließung der Haspa-Filiale an der Bornheide soll der mobile Bürgerservice im Osdorfer Born erhalten bleiben, fordern SPD und CDU in einem gemeinsamen Antrag. Foto: mg

Filialschließung der Haspa im Osdorfer Born bringt weitere Nachteile – Borner Runde schlägt Alarm

Den neuen Personalausweis um die Ecke abholen, statt dafür bis ins Kundenzentrum nach Blankenese zu fahren. Das ist die gute Idee des mobilen Bürgerservice, der seit dem 19. August nach der coronabedingten Pause wieder einmal im Monat in der Haspa-Filiale im Born Center angeboten wird.

Aus der Finanzbehörde, die der Haspa für die Nutzung der Räume Geld zahlt, heißt es: „Gerade für ältere Personen sollen kurze Wege geschaffen werden und damit weniger Aufwand für diese Personengruppe entstehen, um zum nächstmöglichen Kundenzentrum zu gelangen.“

Für ältere Bewohner des Osdorfer Borns fällt dieser Service allerdings demnächst weg, wenn die Haspa-Filiale an der Bornheide wie geplant im April 2022 für immer ihre Türen schließen wird (das Elbe Wochenblatt berichtete mehrfach). „Sobald die Modernisierungsarbeiten in der Filiale Luruper Hauptstraße abgeschlossen sind, werden wir den Bürgerservice ausschließlich hier anbieten“, bestätigt die Sprecherin der Finanzbehörde Imme Mäder.

Dass mit der Schließung der Haspa auch der mobile Bürgerservice abgezogen wird, macht die Sprecherin der Borner Runde fassungslos. Margret Heise: „Dieser Service, der schließlich nicht von der Haspa sondern von der Stadt angeboten wird, muss im Osdorfer Born erhalten werden.“ Unter den 13.000 Bewohnern seien viele ältere Menschen. Die Borner Runde will sich nun in der Politik für die Beibehaltung des Bürgerservice im Born Center einsetzen.

Im Rathaus scheint man nicht recht zu wissen, wo die Großsiedlung in Hamburg liegt: In einer Pressemitteilung des Senats vom September wurde der Service irrtümlich schon jetzt in Lurup angesiedelt, als hätte es das seit dem Mai 2019 ausgesprochen gut genutzte Angebot im Osdorfer Born nie gegeben.

Haspa-Vorstandssprecher Harald Vogelsang wird in der Mitteilung ebenfalls zitiert: „Die Haspa ist nah bei ihren Kunden und nah am Geschehen.“ Die Nachbarschaftsfilialen seien, so Vogelsang, lokale Treffpunkte, die das Leben im Stadtteil bereichern und Mehrwerte im Alltag bieten – auch über Finanzdienstleistungen hinaus. Der mobile Bürgerservice sei dafür ein hervorragendes Beispiel.

Die Filialen in den Elbgau Passagen (schließt wie berichtet zum Jahresende) und im Osdorfer Born sind keine Nachbarschaftsfilialen, sie werden als bankinterne Auslaufmodelle deshalb nachmittags schon nicht mehr geöffnet. Altonas Bezirksamtsleiterin Stefanie von Berg führt wegen der beiden Filialschließungen bereits Gespräche mit der Haspa.

 

Unterschriften für Erhalt der Haspa im Born

in einer gemeinsamen Aktion von Stadtteilkonferenz und Borner Runde werden Unterschriften für den erhalt der Haspa im Born Center gesammelt. Die Listen liegen an derInformation im Bürgerhaus Bornheide, Bornheide 76 (rotes Haus), aus. Sie werden Vertretern der Bank am Dienstag, 12. Oktober, 19 Uhr, bei einer Sitzung der Borner Runde übergeben.

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