Torschütze Peer Mahncke (Altona 93) mit Teutonias Keeper Yannick Zummack, die Ottenser siegten mit 2:1 in Bahrenfeld beim AFC. Foto: Claus Bergmann

Fußball-Regionalliga: Kritischer Trainer von Teutonia 05 und harter Abstiegskampf für Altona 93

Von Jörg Marwedel. Dietmar Hirsch hat hohe Ansprüche. Immerhin spielte er für Mönchengladbach, Duisburg und Rostock 195 Mal in der ersten Bundesliga. Als Trainer ist der 49-Jährige schon mal mit seinen Ambitionen gescheitert. Etwa beim FC Sylt, mit dem er 2013 in die Regionalliga aufsteigen wollte. Weil er den Geldgeber nicht mitreden lassen wollte bei der Aufstellung und ihm den Zutritt zur Kabine verwehrte, ist er entlassen worden. „Wegen zu großer Professionalität“, wie er sich erinnert. Auch bei Teutonia 05, das als Ziel den Aufstieg in die 3. Liga ausgibt, ist Hirsch nicht nur für gute Laune zuständig.

Nach dem glücklichen 2:1-Sieg im Derby bei Altona 93 auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn, der vorerst Platz drei in der Regionalliga Nord brachte, war er „extrem sauer“ über „die schlechteste Leistung der Saison“. Nur dank eines umstrittenen Elfmeters von Fabian Istefo (36.) und einem Treffer von Sinisa Veselinovic (76.) nahm man die drei Punkte mit zur 650 Meter entfernten Kreuzkirche – weil Altonas Torschütze Peer Mahncke (70.) kurz vor Schluss die große Ausgleichschance vergab. „Wenn Altona im Mittelfeld zwei 19-Jährige hat und wir mit gestandenden Regionalligaspielern kommen, ist das einfach zu wenig“, kritisierte Hirsch.

Andreas Bergmann: Gegen Teutonia 05 gesteigert

Für den Tabellenletzten Altona 93 beginnt jetzt der wahre Abstiegskampf nach vielen verlorenen Spielen gegen Spitzenklubs. Am Samstag tritt man beim Heider SV an, am 19. September kommt Phönix Lübeck – beides eher Gegner auf Augenhöhe. Man habe sich gegen Teutonia im Vergleich zum 1:1 in Norderstedt erneut gesteigert, befand AFC-Trainer Andreas Bergmann. „Wir gehen aktuell einen harten Weg, dass wir gute Leistungen zeigen, aber nicht gewinnen.“

Mit dem neuesten Zugang Dren Feka, 24, soll das junge Mittelfeld nun stabiler werden. Feka, beim HSV ausgebildet und einst Profi in der Schweiz, kam von RW Koblenz. Der ehemalige Nationalspieler (U15 bis U19) galt beim HSV einmal als großes Versprechen.

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