Frust auf der Bank von Altona 93: Trainer Andreas Bergmann und Richard Golz (r.) konnten in der laufenden Saison erst einen Punkt holen Foto: Claus Bergmann

Fußball-Regionalliga: Teutonia 05 geht als Favorit ins Derby bei Altona 93

Von Mateo Schneider. Der derzeitige Tabellenstand ist nur eine „Momentaufnahme“ und vor einem 5. Spieltag können Tabellen auch noch „lügen“. Ist alles bekannt. Dennoch lässt die aktuelle Konstellation der Regionalliga Nord bereits Schlüsse darüber zu, in welche unterschiedlichen Richtungen die Wege der beiden Stadtteilklubs Teutonia 05 und Altona 93 verlaufen werden. Am Sonntag (14 Uhr) treffen die noch ungeschlagenen Ottenser als Tabellenvierter der Vierten Liga in der Adolf-Jäger-Kampfbahn auf den gastgebenden Tabellenletzten, der am Mittwoch in Norderstedt den ersten Punkt holte.

Während der letzten regulär abgeschlossenen Spielzeit vor der Pandemiepause agierten beide Ligamannschaften noch auf Augenhöhe: Der AFC wurde 2019 Oberligameister in Hamburg, Teutonia mit zwei Punkte dahinter Vizemeister. Davon kann aktuell keine Rede mehr sein. Während bei Teutonia 05 unverhohlen vom Aufstieg in die 3. Liga und damit in den halbprofessionellen Fußball gesprochen wird, definiert sich Altona 93 nach Aussagen seines Trainers Andreas Bergmann mittlerweile als „Ausbildungsklub“ auf gehobenem hamburgischen Niveau. „Dieser Weg ist alternativlos“, betonte Bergmann gegenüber dem Onlineportal „fussifreunde“.

Beim AFC sitzen die Hoffnungsträger mit den bundesligaerfahrenen Richard Golz als Sportchef und Andreas Bergmann als Entscheider auf der Bank. Bedient wurde sich bei den Zugängen „aus wirtschaftlicher Notwendigkeit“ aber auch „aus Überzeugung“, so Bergmann, vorwiegend in der A-Jugend-Bundesliga des ETV und in der eigenen zweiten Mannschaft. Mit dem Ziel, nicht wie in den vergangenen beiden abgebrochenen Spielzeiten zu den Abstiegskandidaten zu gehören.

Ganz anders an der Kreuzkirche. Dort wurde nicht nur Trainer Achim Hollerieth gegen Dietmar Hirsch ausgetauscht, sondern auch ein Großteil des Kaders verabschiedet und 14 zumeist regionalligaerfahrene Spieler geholt. Im Gegensatz zu Altona 93 scheinen bei Teutonia 05 die zur Verfügung stehenden Geldmittel noch nicht das Problem zu sein. Der Unterschied zwischen beiden Klubs wird auch an weiteren Zahlen deutlich: So schätzt das Onlineportal „transfermarkt.de“ den Marktwert Teutonias mit 1,5 Millionen Euro beinahe doppelt so hoch ein wie den des AFC mit 860.000 Euro.

 

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