Die Hamburger Schauspieler ROLF BECKER liest und kommentiert am Freitag, den 10. September Lyrik und Texte von ERICH FRIED.  Es geht an dem Abend um sein Leben, sein Schreiben gegen Krieg und Entfremdung, sein Nicht-Schweigen. Beginn ist um  19 Uhr im Kleinen Michel,  Michaelisstraße 5,  20459 Hamburg – ganz in der Nähe des Ledigenheims (S-Bahn Stadthausbrücke oder U-Bahn Baumwall).

Als Jugendlichem gelang Erich Fried, Kind einer jüdischen Familie in Wien, 1938 die Flucht aus Österreich, das dem Deutschen Reich eingegliedert wurde. Seine Erfahrungen aus diesen „finsteren Zeiten“ führten für ihn zur Konsequenz, sich in Gedichten, Aufsätzen und Veranstaltungen zu Wort zu melden – wann und wo immer er Unrecht wahrnahm. Wesentliches Anliegen war ihm zeitlebens, Menschen zu ermutigen ihren Grundbedürfnissen nach Geschwisterlichkeit und Solidarität zu folgen, der uns alle bedrohenden Entfremdung zu entkommen und, wenn notwendig, auch widerständig zu reagieren.

Lesung ist ein weiterer Abend zugunsten des  sozialen und kulturellen Projekts „Das Ledigenheim erhalten!“ in der Hamburger Neustadt.  Dafür haben sich seit  August  2014 immer wieder  Autoren und etliche  Schauspieler in monatlich stattfindenden  Lesungen  engagiert. Rolf Becker unterstützt das Projekt schon seit Jahren. Der Eintritt ist frei.  Mit ihren Spenden unterstützen die Besucher die Arbeit für das Ledigenheim.

Wegen der für den Veranstaltungstag geltenden  Corona – Rechtsverordnung bitten wir unbedingt um Anmeldung unter: anmeldung@stiftungros.de  oder  unter Tel: 040 29813888. Der Nachweis einer vollständigen Impfung bzw. der einer überwundenen Corona-Erkrankung oder aber die Vorlage eines negativen Testergebnisses sind Bedingung für die Teilnahme.

Mehr Information über diese und weitere Abende sowie über die Arbeit zur Erhaltung des Ledigenheims in der Rehhoffstraße finden sich  auf der Website der Stiftung Ros unter www.stiftungros.de.

Zur darauffolgenden Lesung kommt der Münchner Autor Markus Ostermair am 22. Oktober um 19 Uhr in den Kleinen Michel. In seinem Roman „Der Sandler“ taucht er tief ein in die Welt der Obdachlosigkeit.

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