okoko bis ins kleinste Detail: Theaterchef Franz Breit im neuen Foyer. Selbst auf der Toilette hängt ein Kronleuchter aus Porzellan. Fotos: cvs

Hoftheater Ottensen eröffnet die Saison – wegen Corona
allerdings in kleinerem Rahmen.

Von Christopher von Savigny. Mit der Einrichtung ist sich Franz Breit treu geblieben: Dunkel gemusterte Rokokomöbel und reich verzierte Wandspiegel schmücken das neue Foyer gleich rechts hinter dem Eingang des Hoftheaters – im gleichen Stil wie in den anderen Räumen. Insofern habe die Pandemie ja doch ihr Gutes gehabt, sagt der Chef der Kinderbühne in der Abbéstraße.

Das kleine Theater im Herzen Ottensens hat das vergangene Jahr genutzt, um tüchtig zu renovieren und aufzustocken: Ein Tonstudio ist entstanden, eine Be- und Entlüftungsanlage wird demnächst eingebaut. Und im neuen Zweit-Foyer sollen die jungen Besucher künftig nach Herzenslust herumtoben dürfen – trotz des antiken Inventars, das in Wirklichkeit gar nicht so wertvoll ist, wie es aussieht – sagt jedenfalls der Theaterchef. „Auch für Kinder muss es schön sein“, findet Franz Breit.

Statt 70 sind nur noch 30 Zuschauer erlaubt

Mit einer Bearbeitung des Grimmschen Märchens „Rumpelstilzchen“ startet das Hoftheater – die Bühne selbst nennt sich „Kindertheater Wackelzahn“ – in diesen Tagen in die neue Saison (Termine s. u.). Coronabedingt gibt es allerdings ein paar Einschränkungen: So sind statt der üblichen 70 Plätze nur noch 30 Zuschauer zugelassen, die Besucher müssen die „3G-Regel“ erfüllen, das heißt, sie müssen geimpft, getestet oder genesen sein. Bei Kindern reicht es, wenn sie das Ergebnis ihres Covid-Tests mitbringen, den die Schulen derzeit dreimal wöchentlich durchführen. Für das neue Stück verspricht das Theater seinen Besuchern ein „farbenfrohes Bühnenbild, hinreißende Kostüme und flotte Musik“. Geeignet ist es für Kinder ab vier Jahren.

Nach eineinhalb Jahren pandemiebedingter Auszeit ist Franz Breit froh, endlich wieder durchstarten zu können. „Im Grunde sind wir ja noch gut dran“, sagt er. Finanzielle Probleme habe man dank behördlicher Unterstützung nicht gehabt, bereits jetzt gebe es Voranfragen und Buchungen bis Weihnachten. Dennoch: Plansicherheit sehe anders aus. „Womöglich müssen die Theater zum Winter hin wieder schließen, wer weiß“, fürchtet Breit. Am wichtigsten findet er, „dass man sich von der Pandemie nicht unterkriegen lässt.“

>> Rumpelstilzchen: Freitag, 27. August, 16 Uhr (Premiere). Weitere Vorstellungen: sa/so 28./29.8., fr/sa/so 3./4./5.9., 10./11./12.9.
Hoftheater Ottensen, Abbestraße 33, Tel. 29 81 21 39
www.norddeutsches-tourneetheater.de

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