Schulkinder laufen über den roten Teppich
Schulkinder laufen über den roten Teppich zur Schule

An den Grundschulen Eduardstraße und Rellinger Straße in Eimsbüttel sowie an der Schule Arnkielstraße in Altona fanden heute Öffentlichkeitsaktionen einer schulübergreifenden Eltern-Initiative statt.

Die Initiator*innen der AG Sicherer Schulweg rollten den Schulkindern in der Stunde vor Unterrichtsbeginn an mehreren schulnahen Straßen einen roten Teppich aus, um ihnen öffentlichkeitswirksam den Vortritt im morgendlichen Straßenverkehr zu lassen.

Mit der Aktion soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass Kinder täglich im Straßenverkehr gefährdet sind. Die Initiative fordert Platz und Sicherheit für Kinder auf ihren Schulwegen und Vorrang und Respekt für Fußgänger*innen beim Überqueren von Straßen. Bis zu den Herbstferien wird der rote Teppich an den drei Schulen wöchentlich ausgerollt.

„Aktuell wird dem Autoverkehr die oberste Priorität eingeräumt, Kinder müssen auf Autos Rücksicht nehmen statt umgekehrt, und die Parkplatznot scheint gefährliches und rücksichtsloses Parken im Halteverbot und auf Gehwegen zu rechtfertigen. Wir möchten deutlich machen, dass hier ein Umdenken stattfinden muss“, so Birgit Slomski von der Elterninitiative an der Schule Rellinger Straße.

„Die Schule ist nicht von allen Seiten aus sicher zu erreichen. Es fehlen schlichtweg barrierefreie Überquerungsmöglichkeiten, von denen aus der Einblick in den Straßenraum gegeben ist“, sagte Beate Eisfeld von der Grundschule Arnkielstraße.

Die Aktion wurde positiv aufgenommen, nicht nur Eltern und Kinder sondern auch Anwohnende der Schulen sprachen der Initiative ihre Unterstützung aus.

„Ich höre immer nur Mobilitätswende. Ich sehe neue E-Tanksäulen. Aber zu Fuß gehen bleibt unattraktiv: Enge Gehwege, zugeparkte Bordsteine – so macht das weder Sinn noch Spaß“, so ein Anwohner der Grundschule Arnkielstraße.

Ein vorbeifahrender Lieferant begrüßte die Forderungen der Initiative: „Ich fänd es gut, wenn ich die Schulkinder rechtzeitig sehen könnte. Ich düse die Straße entlang und erschrecke mich, wenn die Kinder plötzlich zwischen den parkenden Autos hervorkommen. Klar erkennbare Fußgängerüberwege helfen doch allen Verkehrsteilnehmern.”

 

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