Die malerische Idylle trügt – die Fischbeker Rauchkate ist wahrscheinlich nicht zu erhalten. Foto: wit

Denkmalgeschütztes Gebäude stark mit
Schadstoffen belastet. Eigentümer sucht Käufer.
Architekturbüro macht Nutzungsvorschläge

Wolfgang Wittenburg, Fischbek. Ziemlich versteckt zwischen Stremelkamp und Cuxhavener Straße liegt im Herzen von Fischbek das rund 300 Jahre alte Rauchkate. Ob das denkmalgeschützte Gebäude erhalten bleibt, ist unklar. Es fehlt an einem Kaufinteressenten mit Bereitschaft, das Objekt zu sanieren.
Das Hauptproblem: Die hohe Schadstoffbelastung verbietet einen längeren Aufenthalt im Inneren der Rauchkate. Der jetzige Besitzer verfügt nicht über die Mittel für eine erforderliche Sanierung. Findet sich kein Käufer, wird er den Abriss beantragen.
Um die alte Kate zu erhalten, hat das Bezirksamt möglichen Käufern Unterstützung signalisiert. Das Denkmalschutzamt würde sofort damit starten, Fördermittel für die Sanierung einzuwerben.
Im Auftrag des Bezirksamts und des Denkmalschutzamt hat sich ein Architekurbüro Gedanken über eine mögliche Nutzung des Gebäudes gemacht. Möglich wäre es, aus der Rauchkate eine Veranstaltungskate zu machen und die kleinteilige Raumstruktur beizubehalten. Alternativ könnte das Baudenkmal in eine Sport- und Veranstaltungskate mit einem Mehrzwecksaal umgestaltet und die Haustechnik und Sanitäranlagen in ein Nebengebäude ausgelagert werden.
Klar ist: Eine Sanierung des erhaltenswerten Gebäudes würde wegen der hohen Schadstoffbelastung viel Geld kosten.
Ohne öffentliche Förderung wird sich kaum ein Käufer finden lassen. Letztlich muss der Bezirk entscheiden, ob für eine Sport- und Veranstaltungskate in Fischbek Mittel bereitgestellt werden sollen. Die Kosten hierfür sollen rund 641.000 Euro betragen.
Dem Bezirksamt liegt bislang kein Abbruchantrag vor.

Was meinen Sie?
Was halten Sie davon, die 300 Jahre alte Rauchkate zu sanieren und in eine Veranstaltungskate umzuwandeln? Sollte die Stadt einem Käufer, der sich hierzu verpflichtet, finanziell unter die Arme greifen?
Schreiben Sie uns – mit dem Stichwort/Betreff: „Rauchkate“ – an: Elbe Wochenblatt, Redaktion, Theodor-Yorck-Straße 6, 21079 Hamburg oder per E-Mail: redaktion@elbe-wochenblatt.de

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