Marione Ingram an der Seite ihres Mannes Daniel (Foto: Wolfgang Frank)

Einen ganz besonderen Abend konnten über 90 Zuhörerinnen und Zuhörer am vergangenen Freitag im Kleinen Michel erleben. Marione Ingram las aus ihrem Buch „Kriegskind – Eine jüdische Kindheit in Hamburg.“ Sie hatte als 7jähriges Mädchen zusammen mit ihrer jüdischen Mutter 1943 den Feuersturm in Hamburg erlebt und den Krieg in einem Versteck am Stadtrand überlebt.  An der Seite ihres Mannes las die  Zeitzeugin  den Zuhörerinnen und Zuhörern nahe gehende Passagen aus ihrem Buch und beantwortete engagiert deren Fragen. Sie waren tief beeindruckt, die 85jährige Dame zu hören und zu erleben. Und sie konnten so gut nachempfinden, dass sich Marione Ingram bis heute gegen Krieg und Rassismus und für Bürgerrechte engagiert.

Der Abend war dadurch möglich geworden, dass Marione Ingram im Rahmen eines Schulprojekts nach über 5 Jahren wieder aus Washington D.C. nach Hamburg reisen konnte.

Der Abend gehört zur Benefiz-Reihe „Lesungen fürs Ledigenheim“ in der südlichen Neustadt. Seit dem letzten Sommer hat die Gemeinde des Kleinen Michel ihre Kirche in nachbarschaftlicher Unterstützung für die Lesungsreihe und das soziale und kulturelle Projekt geöffnet. Dadurch können in den Monaten der Pandemie Lesungen weiter statt-finden.

Im Kleinen Michel geht es am Freitag, den 13. August um 19 Uhr weiter. Alexander Häusser liest aus seinem  Roman  „Noch alle Zeit“. Dieser  führt nach Norwegen und in die deutsche Vergangenheit.

Wegen der für den Veranstaltungstag  geltenden  Corona – Rechtsverordnung der Hansestadt ist eine Anmeldung erforderlich: unter anmeldung@stiftungros.de  oder  unter Tel: 040 29813888

 

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