Baufahrzeuge dürften durchfahren - es sind allerdings keine in Sicht. Noch ist das Baugebiet ein grünes Dickicht. Foto: Petersen

An der Suurheid soll ein großes Wohnviertel entstehen. Bisher wurde aber nur der erste Bauabschnitt mit 77 Wohnungen für rund 300 Geflüchtete und 62 frei finanzierten Wohnungen umgesetzt, die Bewohner zogen 2018 ein. Die CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Anke Frieling fragte nach, woran es beim Bau des zweiten Abschnittes hapert.
Immerhin hatte die Stadt 2017 mit Anwohnern einen Bürgervertrag abgeschlossen, in dem auch der zweite Bauabschnitt festgelegt ist. Der Vertrag war eine Bedingung dafür, dass das Bürgerbegehren gegen das Projekt zurückgezogen wurde.

Der Start des zweiten Abschnitts war für 2018 geplant. Doch auf den Baustart der 26 Mehrfamilien- und 80 Reihenhäuser mit guter Ausstattung und Mieten um zehn Euro warten die Bürger bis heute. Nicht einmal ein Bauantrag für die angekündigten bis zu 104 geförderten und 230 freifinanzierten Wohnungen wurde eingereicht. Das Besondere: Die Reihenhäuser sollen fünf Jahre nach Fertigstellung den Mietern von dem städtischen Wohnungsunternehmen Saga zum Kauf angeboten werden. Auch eine Kita sollte entstehen.
Tatsächlich es erst für Mitte 2022 geplant, den Bauantrag einzureichen, heißt es beim Senat. Mit einem Baubeginn sei nicht vor Anfang 2024 zu rechnen. Der Grund: Das Gelände muss noch nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg abgesucht werden, „aufwendige Regenrückhaltesysteme“ mussen gebaut werden. Und: Eine von den Bürgern geforderte und im Vertrag zugesicherte Brücke über die S-Bahn in Verlängerung des Sülldorfer Brooksweges muss noch gebaut werden. Aber auch hier gibt‘s noch keine Entscheidung. Warum das in fünf Jahren nicht geschehen ist, verrät die Senatsantwort nicht.

Fragte nach: die Bürgerschaftsabgeordnete Anke Frieling.
Foto: Tobias Koch (www.tobiaskoch.net)

Und: Die Planungen der Saga über die Anteile von Eigentumswohnungen, Mietwohnungen für den freien Markt und Sozialwohnungen seien noch nicht abgeschlossen, weshalb der Senat auch hierzu nichts sagen könne. Nach aktuellem Stand sollen 357 Wohneinheiten entstehen, die ab dem vierten Quartal 2025 bezugsfertig sein sollen.
„Diese Verzögerungen beim groß angekündigten ‚Expresswohnungsbau‘ sind schon bemerkenswert. Es ist nicht nachvollziehbar, warum die notwendigen Entscheidungen unter anderem für die (…) Brücke nicht längst getroffen wurden“, beklagt Anke Frieling.

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