Peter G. Bartels kritisiert die neuen Absperrpfosten in der Hasselwerder Straße. Im Hintergrund fährt sein Enkel Jasko – auch um dessen Sicherheit sorgt sich Bartels mit Blick auf die rot-weißen Hindernisse.Foto: ww

Wolfgang Wittenburg, Neuenfelde. Im sonst eher ruhigen Neuenfelde gibt es viel Ärger um neu aufgestellte Absperrpfosten: Die Verwaltung hat mit ihnen den Gehweg der Hasselwerder Straße vom Straßenverkehr getrennt und Passanten besser geschützt. FDP-Lokalpolitiker Peter G. Bartels (72), seit Geburt Neuenfelder und Anwohner im Bereich Hasselwerder Straße, sieht in den Absperrpfosten allerdings eine Gefahr und fordert deren Verlegung – wie auch so mancher Anwohner.
„Zwei Tage vor Ferienbeginn wurde der Schulweg für Schüler und Schülerinnen der Grundschule Arp-Schnitger-Stieg in Neuenfelde im Bereich der Haselwerder Straße mit rund 20 rot-weißen reflektierenden Absperrpfosten für radfahrende Kinder unpassierbar gemacht“, empört sich Peter G. Bartels. Wenn dann noch Müllabfuhr sei, werde es auf dem Weg nun noch enger.
Eltern von Kindern, die in der Kita am Arp-Schnitger-Stieg tagsüber betreut werden, haben ernsthafte Probleme, mit Fahrrad oder Kinderwagen die künstlichen Engstellen zu passieren. Sie müssen notgedrungen auf die Straße ausweichen.
Nach Auskunft des Bezirksamtes ist weder ein Abbau noch eine Verschiebung der Absperrpfosten in Richtung Straße möglich. Die Pfosten seien aufgestellt worden, weil Anwohner sich darüber beschwert hatten, dass Autos und Lkw beim Ausweichen häufig auf den Gehweg geraten und Fußgänger gefährdet haben. Außerdem wurde der Gehweg „durch das Befahren in Mitleidenschaft gezogen und wies nicht unerhebliche Schäden auf“, so Bezirksamtssprecher Dennis Imhäuser. Daraufhin wurden der Aufbau der „Sperrpfosten“ – so der Fachbegriff – zwischen der Straßenverkehrsbehörde des Polizeikommissariats 47 und dem Bezirksamt Harburg abgestimmt.
Die Pfosten können auch nicht in Richtung Straße verschoben werden. Der Abstand von sogenannten „Verkehrszeichen“, zu denen die Pfosten gehören, zur Fahrbahn muss mindestens 30 Zentimer betragen.
Hoffnung auf einen Kompromiss besteht: Beim zuständigen PK 47 in Neugraben ist der Sachverhalt bekannt und „befindet sich derzeit in Prüfung“, sagt Daniel Ritterskamp, von der Pressestelle der Polizei Hamburg. Ferner betont Bezirksamtssprecher Imhäuser: Wenn es in der Praxis zu Behinderungen kommt, dann können Betroffene sich jederzeit ans Bezirksamt wenden. Daraufhin werde ein Wegewart einzelne „Problem-Pfosten“ noch einmal gesondert überprüfen – eventuell sei eine Einzelfall-Lösung möglich.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here