Polizisten führen den 19-Jährigen, der sich eine Jacke über den Kopf gezogen hat, ab. Foto: andre lenthe fotografie

Falkensteiner Ufer: 15-Jähriger ertrank in der Elbe –
Phoenix-Viertel: Bruder des Ertrunkenen sticht Freund nieder

Von Siegmund Borstel, Blankenese/Harburg. Am Freitagabend ist ein 15-jähriger Harburger beim Baden in der Elbe ertrunken. Der Junge war in Höhe Falkensteiner Ufer zusammen mit Freunden ins Wasser gegangen und in die Strömung geraten. Zwei junge Männer (17, 22) versuchten vergeblich, dem Jungen zu helfen. Einer schafft es gerade noch zurück ans Ufer, der andere wurde vom einem Polizisten entkräftet aus dem Wasser gezogen.
Vom 15-Jährigen fehlte trotz Suchaktion von Polizei, Feuerwehr und DLRG jede Spur. Inzwischen wurde sein Leichnam in Höhe Wedel in der Elbe entdeckt und geborgen.
Teil zwei der Tragödie folgte am Sonnabend in der Kalischerstraße im Harburger Phoenix-Viertel. Gegen 14.45 Uhr stach dort ein Bruder des Vermissten einem 16-Jährigen, der am Vortag ebenfalls mit am Elbstrand gewesen war, mehrfach mit einem Messer in den Rücken. Mutmaßlich deshalb, weil der Freund den Bruder nicht habe retten können. Das Opfer wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht und sofort notoperiert. Sein Zustand gilt als kritisch.
Der flüchtige Messerstecher wurde gegen 18.30 Uhr in seiner Wohnung, nur wenige Meter vom Tatort entfernt, festgenommen. Er kam in Untersuchungshaft. Die Mordkommission ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

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