Nadine Faulhaber „zaubert“ mit einem Hochdruck-Wasserstrahl Bilder auf die Wände. Foto: Andreas Bock

Sabine Langner, Wilhelmsburg. In den vergangenen Tagen war Nadine Faulhaber mit einem Hochdruck-Wasserstrahler in Kirchdorf-Süd unterwegs. Die Hamburger Künstlerin war auf der Suche nach Gullydeckeln, moosbewachsenen Mauern und andere Betonteilen. Mit Hilfe von Schablonen spritzte sie lächelnde Smileys, Fußspuren, kleine Gespenster, Pfeile und andere so genannte Emojis auf den Beton.
An neun Stationen entstanden auf diese Weise teilweise versteckt, teilweise offensichtlich platzierte „Reverse Graffitis“. „Darunter versteht man Graffitis, die nicht durch Farbe entstehen, sondern durch die partielle Hochdruckwasserreinigung von Außenflächen. Die gereinigte Fläche wird so zum nachhaltigen Kunstobjekt, ganz ohne Einsatz von Chemikalien“, erläutert Dana Mueser vom Stadtteilmarketing Kirchdorf-Süd, die die Aktion in Auftrag gegeben hat. „Als thematische Ausrichtung des Projektes wurden ‚Emojis‘ ausgewählt, die den Bewohnern Kirchdorf-Süds durch ihre universelle Sprache kultur- und altersgruppenübergreifend Freude bereiten sollen.“
Als gleichzeitiges Ferienangebot bietet das Stadtteilmarketing zusätzlich allen Schulkindern und auch allen anderen Interessierten eine Emoji-Entdeckungstour durch Kirchdorf-Süd an. An verschiedenen Stellen im Viertel hängen Plakate, auf denen ein QR-Code aufgedruckt ist. Mit dem kann man die App Actionbound herunterladen, sich durch die einzelnen Emoji-Stationen führen lassen und spannende Rätsel lösen.

Überall in Kirchdorf-Süd kann man solche Emojis finden.
Foto: Andreas Bock

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