Carsten Vitt, Hamburg-West

Fachkräfte und soziale Einrichtungen aus Osdorf und Lurup kritisieren in einer gemeinsamen Stellungnahme das „Einfrieren“ der Mittel für Lukas. „Solche Kürzungen wären bereits in Zeiten ohne eine Pandemie destruktiv zu nennen gewesen, da Suchtstrukturen in unserer Gesellschaft unübersehbar und allgegenwärtig sind“, heißt es in dem Papier. Es brauche daher mehr Suchthilfezentren wie Lukas.

Menschen leiden vermehrt an
Depressionen oder geraten in
Lebenskrisen, Hilfsangebote sind weggebrochen
Stellungnahme sozialer
Einrichtungen

Durch die Pandemie habe sich die Lage zugespitzt: „Menschen leiden vermehrt an Depressionen oder geraten in Lebenskrisen, persönliche Hilfsangebote und AnsprechpartnerInnen sind weggebrochen.“ Aus der Praxis sei bekannt, dass hohe Stressbelastungen den Suchtmittelkonsum steigern. „Es ist voraussehbar, dass die Hilfebedarfe sich erhöhen werden.“

Angebote erweitern!

Daher wird gefordert, Angebote aufrecht zu erhalten, auszubauen und nicht finanziell einzufrieren, was faktisch zu Personalkürzungen führe. „Kürzungen sind nicht nur nicht zu verstehen, sondern unseres Erachtens fahrlässiges Handeln.“ Etats sollten nicht mehr gedeckelt werden, zumindest Tarifsteigerungen beim Personal müssten von der Stadt Hamburg ausgeglichen werden.

„Wir sprechen hier nicht nur für ein suchtfreies Aufwachsen der nächsten Generationen, sondern für aktuell in Not geratene Menschen, die in Ermangelung fehlender Hilfen zu Suchtmitteln greifen und dann auch noch alleine gelassen werden, wenn sie die Absicht haben konstruktive Hilfe für sich und ihre Angehörigen zu holen.“

Unterstützer des Papiers sind soziale Einrichtungen in Osdorf, Lurup und Horn-Billstedt, die Stadtteilkonferenz Osdorf und das Luruper Forum.

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