Drei Schauspieler und ein Akkordeon reichen dem Theater am Strom aus, um den „Struwwelpeter“ neu zu beleben. Foto: PR

OTHMARSCHEN. Am Wochenende 18., 19. und 20. Juni spielt das Theater am Strom zusammen mit der Truppe „Engelbach&Weinand“ jeweils um 15 Uhr im Jenischpark den „Struwwelpeter“. Die Geschichten, darunter die um den renitenten Spössling Peter, der sich nicht die Haare kämmen und die Nägel schneiden lassen will, sind für „freche Kinder und ihre armen Eltern“ ab acht Jahren gedacht, kündigten die Theatermacher mit einem Augenzwinkern an.
Viele erinnern sich mit wohligem Schauer daran, wie die „Struwwelpeter“-Figuren des Klassikers von Heinrich Hoffmann für ihre Aufsässigkeit und ihre „bösen Taten“ übel bestraft wurden. Ganz ausdrücklich wollen die Schauspieler „die biedermeierliche Idylle“ vor dem Jenisch-Haus mit einer vergnüglichen und bitterbösen Neuauflage samt Zirkus, Zank und Gezeter aufmischen. Ein Wägelchen mit Requisiten, ein Akkordeon – mehr brauchen die drei Schauspieler nicht dazu. Der Daumenlutscher Konrad, der Suppenkaspar, der Zappelphilipp und der bitterböse Friederich werden das Ihrige beitragen.
Dabei wird mit dem Missverständnis der schwarzen Pädagogik von Heinrich Hoffmann radikal aufgeräumt. Stattdessen gibts schwarzen Humor und kindliche Anarchie. „Von neugierigen über verträumte bis hin zu richtig fiesen Kindern, von abwesenden bis zu Helikopter-Eltern – alle Figuren aus dem Struwwelpeter sehen wir heute genauso auf den Spielplätzen der Stadt “, findet Regisseur Marcel Weinand von Engelbach&Weinand. „Wir haben den freien Grundton von Hoffmanns alten Reimen wiederentdeckt.“ ergänzt Christiane Richers von Theater am Strom.
Es spielen Jan Gerrit Brüggemann, Eva Engelbach und Gesche Groth Dazu gibts schadenfroh-schräge Lieder von Komponistin Eva Engelbach. Karten gibt‘s für elf, ermäßigt sieben Euro auf www.theateramstrom.dePÖP

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here