Christina Köhler (M.) alias Tintin Patrone – hier mit Senatorin Dorothee Stapelfeldt (r.) und Wilfried Wendel (Vorstand SAGA-Stiftung Nachbarschaft) – wird die letzte Quartierskünstlerin auf der Veddel sein. Die Saga-Stiftung verlagert die Aktion von der Veddel nach Dulsberg. Foto: t.duffe

Saga/GWG-Stiftung Nachbarschaft wird das Projekt
ab 2022 nach Dulsberg verlagern

Die Veddel hat eine neue „Quartierskünstlerin“. Soundkünstlerin Tintin Patrone, bürgerlich Christina Köhler, erhält das Stipendium der Saga/GWG-Stiftung Nachbarschaft. Die gebürtige Marburgerin, die an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg studierte, tritt die Nachfolge der Künstlergruppe 110 an.
Mit ihrem Projekt „Unlimited Rice“ verwandelt sie das Atelier auf der Veddel in den kommenden Monaten zu einem temporären Asia Imbiss, um einen Begegnungsraum für die Bewohner zu schaffen. Gemeinsam mit ihnen möchte sie den Klang der Veddel einfangen und daraus verschiedene Performances entwickeln. „Der ‚Asia-Imbiss Deutsches Reis‘ stellt eine Utopie dar, einen Ort, an dem jeder mit allem Wichtigem versorgt wird: schräge Musik, ein Reisgericht und freundliche Gesichter“, erläutert die Künstlerin.
Tintin Patrone wird die letzte Quartierskünstlerin auf der Veddel sein. Die Stiftung Nachbarschaft plant, das 2007 gestartete Projekt in den Stadtteil Dulsberg zu verlagern. In den vergangenen 15 Jahren hatten die jeweiligen Quartierskünstler mit ihren Aktionen die Veddel in den Blickpunkt gerückt – Boran Burchhardt mit seiner „Vergoldeten Hausfassade“ sogar bundesweit.
„Das Stipendium ‚Quartierskünstler auf der Veddel‘ hat nicht nur kulturell viel bewegt, sondern mehr noch die Veddel als Ortsmarke positiv besetzt“, sagt Saga-Sprecher Gunnar Gläser.
„Es ist ein Aufbruch zu neuen Ufern in einem vergleichbaren Umfeld, ohne dabei die Brücken zur Veddel abzubrechen, die weiterhin im Blick insbesondere der Saga als großer Vermieterin vor Ort bleiben wird.“

Saga/GWG-Stiftung Nachbarschaft
Die Stiftung ist mit einem Vermögen von mehr als 1.700.000 Euro ausgestattet und verfolgt gemeinnützige Zwecke. Mit Zuwendungen von jährlich rund 300.000 Euro werden quartiersbezogene soziale Projekte und Initiativen besonders in den Bereichen Sport und Kultur gefördert.

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