Streetart-Duo aus Berlin: Jakob Bardou und Holger Weißflog (re.). Foto: Jérome Gerull

Wandbild am Immenbusch: Arbeiten starten voraussichtlich Mitte August

Ch. v. Savigny, Osdorfer Born

Das alte Kunstwerk muss – leider – weg, aber ein neues ist schon in der Pipeline: Laut Info durch die Saga bekommt die 42 Meter hohe Giebelwand am Immenbusch 33 noch in diesem Sommer ein neues Wandbild. Beauftragt wurde das Berliner Künstlerduo „Innerfields“, das bereits seit vielen Jahren Erfahrung im Bereich Fassadenkunst vorweisen kann. Das bisherige – immerhin fast 20 Jahre alte – Wandbild muss der Wärmesanierung weichen, die demnächst abgeschlossen sein soll. „Viele Osdorfer erfreuen sich seit vielen Jahren an der Kunst am Immenbusch“, sagt Sven Solterbeck, Leiter der Saga-Geschäftsstelle Osdorf. Doch Graffiti sei immer auch Kunst auf Zeit. „Im Rahmen der Modernisierung unserer Bestände können wir das bisherige Wandbild nicht erhalten. Ich freue mich umso mehr, dass wir jetzt mit ‚Innerfields‘ zwei Künstler gewinnen konnten, die unsere lange Tradition von Kunst am Bau fortführen.“

Den inhaltlichen Schwerpunkt bildet für uns das Thema
Gemeinschaft
Holger Weißflog,
Künstlerduo „Innerfields“

Im Vorfeld hatte die Saga-Tochter ProQuartier einen „Urban Art Wettbewerb“ veranstaltet, den die Berliner mit ihrem Entwurf „Dreiklang“ für sich entscheiden konnten. Das Motiv – das sich noch ändern kann und daher nicht abgebildet werden darf – zeigt drei Menschen unterschiedlichen Alters, die sich um ihren Stadtteil kümmern, ihn pflegen und wachsen lassen. Der Osdorfer Born wird als Pflanze im Blumenkasten dargestellt. Etliche weitere stadtteiltypische Motive finden sich im Bild wieder, etwa der Helmuth-Schack-See und die Borner Hochhaussilhouette. Die fotorealistisch dargestellten Motive sind aus Sicht der Jury identitätsstiftend, da im Zuge der Umsetzung Foto-Shootings vor Ort geplant sind, deren Ergebnisse in das künftige Bild aufgenommen werden sollen.

Fehlender S-Bahnanschluss als Thema

Die Künstler rechnen mit einer Arbeitsdauer von Mitte August bis Mitte September. Anders als beim bisherigen Kunstwerk wird die Farbe nicht mit der Spraydose, sondern ganz klassisch per Pinsel aufgetragen. Diese Technik soll eine längere Haltbarkeit gewährleisten. „Den inhaltlichen Schwerpunkt bildet für uns das Thema Gemeinschaft“, sagt Holger Weißflog von Innerfields, der ebenso wie sein Kompagnon Jakob Bardou in einem (Born-ähnlichen) Berliner „Retortenstadtteil“ großgeworden ist. „Wir können uns daher gut in die Problematik hineinversetzen und hoffen darauf, durch unsere Kunst ein paar positive Impulse geben zu können.“

Auch das Thema S-Bahn-Anschluss soll laut Innerfields thematisiert werden. Finanziert wird das Projekt durch die Saga, eine genaue Summe wollte das Unternehmen nicht nennen.

www.innerfields.de

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