Bereit zum Testen: Das gemeinsame Team des DRK-Ambulanzdienstes und des DRK Altona und Mitte im Corona-Testzentrum am Kehrwieder 2 in der Speicherstadt.Foto: DRK Hamburg-Harburg

Corona-Pandemie: Hamburger gehen draußen essen und shoppen ohne Schnelltest. Beim Impfen drohen wochenlange Wartezeiten. Schulen ab Montag wieder regulär geöffnet.

Die schrittweise Rückkehr zu mehr Normalität verläuft weitgehend reibungslos. Shoppen ohne Schnelltest bringt Menschen in die Innenstadt und in Einkaufszentren. Auch die geöffnete Außengastronomie sorgt für Belebung. Angesichts des klassischen Hamburger Wetters schützen viele Gastronomen ihre Kunden mit offenen Zelten vor Wind und Regen. Die Sieben-Tage-Inzidenz bleibt stabil unter 50. Ab Montag sollen alle Schüler aller Jahrgänge und Schulformen bis zu den Sommerferien wieder zum regulären Präsenzunterricht nach Stundenplan in die Schulen kommen.
Ärger droht beim Impfen. Das Problem ist simpel: Es gibt viel zu wenig Impfstoff, um alle Impfberechtigten zu versorgen. Zumal ab dem 7. Juni jeder ab 16 Jahren einen Termin für eine Schutzimpfung (in Hamburg gilt das nur für Arztpraxen) vereinbaren kann. „Der Impfstoff ist so knapp wie der Bund ihn bestellt hat und liefern lässt. Insofern ist es nicht absehbar, wann wer ein Impfangebot bekommen kann“, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer.
Für die erste Juni-Woche ist bei niedergelassenen Ärzten die Liefermenge von Biontech um 40 Prozent gekürzt worden. „Erste Ärzte melden sich bei uns, die noch nicht einmal Impfstoff für die Zweitimpfung erhalten“, schildert Walter Plassmann, Chef der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hamburg. „Es ist unzumutbar, dass Ärzte und Helferinnen Stunden damit zubringen müssen, Termine abzusagen, neu zu ordnen und den Unmut der Patienten aufzufangen.“
Viele durch die Pandemie ohnehin besonders gebeutelte Soloselbstständige rätseln derzeit, wie sie ihre Miete zahlen sollen. Die Auszahlung zugesagter Hilfsgelder verschiebt sich mal wieder: IT-Probleme.
In den Hamburger Messehallen hat ein zusätzliches Kundenzentrum eröffnet. „Wir wollen dafür sorgen, dass jede und jeder, der jetzt einen neuen Ausweis oder einen Reisepass braucht, diesen auch zeitnah bekommen kann – zum Beispiel im Nachgang zur Zweitimpfung im Impfzentrum“, erläuterte Finanzsenator Andreas Dressel. Eventuell können hier dann auch bald digitale Impfpässe ausgestellt werden.
Das DRK hat in der Speicherstadt, direkt beim Miniatur Wunderland, ein Corona-Testzentrum eröffnet. Kostenlos getestet wird an sieben Tagen in der Woche zwischen 8 und 18 Uhr – bei vorheriger Anmeldung ohne lange Wartezeit.

Hamburger Corona-Zahlen
Die Sieben-Tage-Inzidenz (Anzahl der durchschnittlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner) beträgt in Hamburg 27,1 (Stand 28. Mai). 292.228 Hamburger sind vollständig geimpft, 736.993 bereits einmal (Stand 27. Mai). 56 Corona-Patienten werden in Hamburger Krankenhäusern auf Intensivstationen behandelt (Stand 27. Mai). Laut Robert-Koch-Institut sind bislang 1.557 Menschen in Hamburg an Corona gestorben (Stand: 27. Mai).

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