Die Theaterkasse im Phoenix-Center, hier ein Foto aus dem Jahr 2012, hat für immer geschlossen. Foto: sl

Sabine Langner, Harburg. Wer gern ins Konzert oder ins Theater geht und sich die Karten bisher an der Theaterkasse im Phoenix-Center besorgt hat, muss jetzt längere Wege in Kauf nehmen. Der Ticketshop ist geschlossen. Nicht vorübergehend, sondern dauerhaft, so wie es aussieht. „Die Mietfläche wurde zurückgegeben“, sagt Henrike Lorenz, Centermanagerin im Phoenix-Center.
Seit Eröffnung des Centers im Jahr 2004 hatte es im Untergeschoss die Theaterkasse gegeben. Ob und wann ein neuer Ticketshop im Phoenix-Center einziehen wird, dazu kann die Centermanagerin derzeit nichts sagen.
Auch Dieter Fink, Mitarbeiter bei den Funke Konzertkassen, die die Theaterkasse im Phoenix-Center betrieben haben, mag sich nicht festlegen. „Wir haben jetzt 14 Monate lang kein Geld verdient. Ob, wann und wo wir einen neuen Ticketshop eröffnen, werden wir berichten, wenn es etwas Positives zu berichten gibt. Im Moment ist die gesamte Situation aller Theaterkassen in Hamburg mehr als deprimierend.“
Für Dieter Bahlmann bedeutet die Schließung der Theaterkasse eine Katastrophe. Seit vielen Jahren organsiert er in der Heimfelder Eberthalle die Blues- und Boogie-Night. „Mehr als 50 Prozent der Eintrittskarten habe ich über die Theaterkasse im Phoenix-Center verkauft. Ohne diese Kasse weiß ich gar nicht, wie es weiter gehen soll“, sagt Bahlmann.
Jetzt müssen Interessenten ihre Tickets online kaufen oder die Theaterkassen im SEZ Neugraben oder im Hauptbahnhof nutzen. „Aber viele von den Menschen, die meine Konzerte zugunsten der SOS-Kinderdörfer besuchen, sind ein bisschen älter. Die wollen keine weiten Wege zurücklegen“, sorgt sich Dieter Bahlmann. Die nächste Blues- und Boogie-Night soll, wenn die Corona-Pandemie es zulässt, am 5. November stattfinden.

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