Blick zurück mit Schmunzeln: Uwe Hansen erinnert sich gern an Kleingärtner, Feuerwehr-Helden, Unternehmer, Ober-Meister, viele Feste und an sehr viele Fußballspiele. Foto: Privat

Von Gaby Pöpleu, Hamburg-Süd. Das Buch heißt „Mein Wilhelmsburg, Insel die ich liebe“, und das glaubt man Uwe Hansen aufs Wort, auch wenn er selbst inzwischen seit langem in Hausbruch wohnt. Sein ganzes berufliches Leben als zunächst jugendlicher Reporter bei der Wilhelmsburger Zeitung und später Redakteur unter anderem des Elbe Wochenblattes hatte mit Wilhelmsburg zu tun. Der mit 368 Seiten im Din A4-Format mächtig erscheinende Band enthält dann auch wirklich Einzigartiges: mehr als 50 Jahre Wilhelmsburger Zeitgeschichte, zwar durch die wohlwollende Brille, aber dennoch immer nah dran an den Wilhelmsburgern, und vor allem an Hansens Leidenschaft: dem Fußball.
Und damit wären wir auch schon bei Hansens zweiter Leidenschaft: der wohltätigen Wilhelmsburger Fußball-Altherren-Auswahl die über die Jahre einen sechsstelligen Betrag für Wilhelmsburger Behinderteneinrichtungen sammelte, und zu deren Gründungsmitgliedern Hansen gehörte.
Es steckt auch ein ganz ordentliches Stück Stolz auf seine Lebensleistung in dem Buch, das liest man schon im Vorwort: „Mit meinem Buch möchte ich eine beschwingte Party aus meinem Zeitungsleben machen.“ Tatsächlich hat Uwe Hansen dafür einige Ehrungen erhalten – bis hin zum Bundesverdienstkreuz am Bande.

Was das Buch aber eigentlich spannend macht, ist die Unmenge Historie, die drin steckt: Hansens Geschichten und Reportagen aus seiner Zeit als Reporter, die bisher in Zeitungsarchiven schlummerten: Fußballgeschichte, die man sonst nirgendwo findet, Berichte aus dem Wirtschaftsleben, über Feuerzeugsammler, Wilhelmsburger Rockbands und Stadtteilkünster, Bilder und eine unbedingt lesenswerte Reportage von der großen Sturmflut 1962, die Uwe Hansen in der Familienwohnung in der Weimarer Straße erlebte: „Als ich aufwachte, dachte ich, der Wasserhahn sei nicht verschlossen.“
Nicht alle Berichte enthalten vergleichbare Dramatik, zeichnen aber immer ein ehrliches und sehr persönliches Bild aus der Zeit vor dem Internet: Über „Das Greunhökerleben in Wilhelmsburg“ und den Müllberg in Georgswerder („ein Fass ohne Boden“), oder über die Autobahn-Querverbindung zwischen A1 und A7, die 1981 noch „Hafenquerspange“, heute „A26 Ost“ genannt wird und noch immer umstritten ist: Spannend zu lesen, was man vor vierzig Jahren darüber dachte …

>> Das Buch gibt‘s für 29,90 bei
Uwe Hansen
Altwiedenthaler Höhe 33 c
21149 Hamburg

2 KOMMENTARE

  1. Hallo,
    wo kann ich dieses Buch (Mein Wilhelmsburg/ Uwe Hansen) bestellen oder kaufen?
    Mit freundlichen Grüßen
    Andre Fellbaum

    • Das Buch gibt‘s für 29,90 bei
      Uwe Hansen
      Altwiedenthaler Höhe 33 c
      21149 Hamburg

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