In Sonntagkleidung genossen diese Damen die „Majestätische Aussicht“.Foto: AMH

Kostenlose App des Stadtmuseums Harburg
ermöglicht digitale Spaziergänge

S.B./AMH, Hamburg. Das Stadtmuseum Harburg lädt zu einem „Sonntagsausflug“ nach historischem Vorbild in die Harburger Berge ein: Pünktlich zu Pfingsten können zwölf neue Anziehungspunkte der Region Harburg bei einem digitalen Spaziergang von der heimischen Couch aus neu entdeckt werden.
Möglich macht dies die Web-App des Stadtmuseums Harburg „Kultur-Routen Harburg“ (www.kulturrouten-harburg.de). Sie zeigt auf historischen Fotos und Postkarten, wie die Ausflugsziele früher aussahen, aber auch das aktuelle Erscheinungsbild. Die kostenlose Web-App ist auf allen mobilen Geräten sowie am PC nutzbar.
Die Web-App liegt gerade in der Pandemie voll im Trend: Viele Hamburger haben in den vergangen Wochen und Monaten Ausflugsziele zu schätzen gelernt, die direkt vor ihrer Haustür liegen. So erfreut sich auch der „Sonntagsausflug“ in die Harburger Berge aktuell wieder großer Beliebtheit.
Sonntagsausflüge waren eine Freizeitaktivität, die es erst in der Zeit um 1900 gab. Zuvor hatte die Sechstage-Woche mit einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 70 Stunden kaum Zeit für Aktivitäten jenseits von Arbeit und Haushalt gelassen. Ein Absinken der Wochenarbeitszeit auf 50 Stunden und gestiegene Einkommen machten es Familien im frühen 20. Jahrhundert dann erstmals möglich, ihre „Freizeit“ zu nutzen und zu gestalten. Jetzt konnten „Sonntagsausflüge“ in die Harburger Berge stattfinden.
In Sonntagskleidern zogen die Familien hinaus in die unmittelbare Umgebung der Stadt; Nach dem Spaziergang suchte man eine Gaststätte auf – die Dorfgasthöfe entwickelten sich jetzt mehr und mehr zu Ausflugslokalen mit einem breiten Angebot an touristischen Attraktionen wie Sommerrodelbahnen, Schießständen oder Aussichtstürmen. Ausflugsziele mit so vielversprechenden Namen wie „Kaiserstuhl“ oder „Goldene Wiege“ versprachen dem Besucher damals ein ganz besonderes Erlebnis.
Mit dem digitalen Angebot der „Kulturrouten-Harburg“ können die historischen Ausflugsziele nun wieder neu entdeckt werden – nicht nur sonntags.

Hamburgs staatliche Museen sind wieder geöffnet. Um Wartezeiten zu vermeiden, wird eine Terminbuchung telefonisch oder über die Websites der Mussen empfohlen. Besucher müssen einen negativen Coronatest (PCR: nicht älter als 48 Stunden oder einen Schnelltest einer zugelassenen Testeinrichtung: nicht älter als zwölf Stunden) oder einen Impfnachweis vorlegen. In den Museen müssen Masken getragen werden, auch ist die Zahl der gleichzeitigen Besucher begrenzt.
Im Archäologischen Museum Hamburg und Stadtmuseums Harburg wird die Sonderausstellung „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“ bis zum 17. Oktober verlängert.

Terminreservierung:
museumsdienst-hamburg.de
( 040/428 131-0

1 KOMMENTAR

  1. Mache schon seit über 10 Jahren meine historischen Spaziergänge durch das alte Harburg als „Dia“ -Vortrag mit meinen alten Ansichtskarten und real mit Gruppen oder Einzelpersonen. Auf meiner Homepage befinden sich 2 nachvollziebare Routen.

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