ußengastronomie kann in Hamburg ab heute wieder öffnen - ohne Testpflicht für Besucher.Foto: Niels Kreller

Corona-Pandemie: Neuinfektionen sinken weiter. Öffnungen
bei Außengastronomie und im Einzelhandel, Sport im Freien in größeren Gruppen möglich. Impfpriorisierung zum 7. Juni aufgehoben

Hamburg. Nachdem die Infektionszahlen in Hamburg weiter zurückgegangen sind, hat der Senat weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen beschlossen. „Wir sind jetzt am Ende des Tunnels, aber nicht alle sitzen im ersten Waggon“, sagte Bürgermeister Peter Tschentscher. Vom heutigen Samstag an gilt:
>> Es dürfen sich fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Kinder unter 14 werden nicht mitgerechnet.
>> Die Außengastronomie wird geöffnet. An einem Tisch dürfen höchstens fünf Personen aus maximal zwei Haushalten sitzen. Schnelltests sind nicht erforderlich. Der Senat setzt auf digitale Kontaktnachverfolgung. „Es ist unser dringender Wunsch, dass alle die Luca-App benutzen“, so Bürgermeister Peter Tschentscher. Die Daten können aber auch weiter auf Papier erfasst werden.
>> Der Einzelhandel wird geöffnet. Die Anzahl der Kunden ist je nach Ladengröße begrenzt. Schnelltests sind nicht erforderlich. Zur Kontaktnachverfolgung müssen persönliche Daten abgegeben werden, möglichst digital.
>> Bis zu 20 Kinder und bis zu zehn Erwachsene dürfen wieder gemeinsam im Freien kontaktfrei Sport betreiben.
>> Die Maskenpflicht in Parks und Grünanlagen wird aufgehoben.
>> Kultur- und Sportveranstaltungen unter freiem Himmel können mit maximal 250 Personen stattfinden: mit festen Plätzen, Terminbuchung, Testpflicht und Kontaktnachverfolgung.

Bundesweit wird die Impfpriorisierung, also die feste Impfreihenfolge, zum 7. Juni aufgehoben. Jeder ab 16 Jahren kann einen Termin für eine Schutzimpfung vereinbaren, unabhängig von Alter, Vorerkrankung oder Beruf. In Hamburg gilt das nur für Arztpraxen. Doch nicht jeder wird kurzfristig einen Impftermin erhalten. Es gibt nicht genug Impfstoff gibt, um alle auf einmal zu impfen.
4.000 Hamburger haben am Wochenende Impftermine im Impfzentrum in den Messehallen verstreichen lassen ohne abzusagen. Statt dessen sind viele am Montag auf gut Glück zum Impfzentrum gekommen – was zu langen Schlangen geführt hat. „Das ist nicht akzeptabel“, sagte Dirk Heinrich, der Leiter des Impfzentrums. In einer Pandemie könne die Freizeitgestaltung doch keinen höheren Wert haben, als die Einhaltung fixer Impftermine.
Um die Ausbreitung des Corona-Virus‘ in den besonders betroffenen ärmeren Stadtteilen einzudämmen, laufen in den Bezirken Harburg und Mitte lokale Kampagnen, in denen Bewohner mehrsprachig von Ehrenamtlichen informiert werden.
Die Altonaer Verwaltung hat solche Maßnahmen nicht geplant. Das Bezirksamt Altona unterstützt die behördenübergreifende Aktion „Schütze Deine Familie“, „indem wir die Kampagnenplakate auch in unseren Kundenzentren aushängen. Auch bei Social Media werden wir das Thema und die Kampagnenmotive aufgreifen“, teilte Monia Meier, Mitarbeiterin der Pressestelle, mit.

Corona-Zahlen
Die Sieben-Tage-Inzidenz (Anzahl der durchschnittlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner) beträgt in Hamburg 39,7 (Stand 21. Mai).
Die Reproduktionszahl R (der R-Wert) – sie bezeichnet die Anzahl der Personen, die ein Covid-19-Infizierter im Durchschnitt ansteckt) – liegt aktuell bei 0,73. Das bedeutet, die Fallzahlen nehmen ab. Steigt der Wert über 1, steigen sie.
62 Corona-Patienten werden in Hamburger Krankenhäusern auf Intensivstationen behandelt (Stand 20. Mai). Laut Robert-Koch-Institut sind bislang 1.541 Menschen in Hamburg an Corona gestorben (Stand: 20. Mai).

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