Vom Augenoptiker zum Influencer: Martin Dehn. Foto: Strube Juha Photodesign

Martin Dehn hat auf TikTok bereits 185.000 Follower und
auf YouTube 122.000 Abonnenten

Sabine Langner, Hamburg-Süd. Was ist eigentlich TikTok? Warum sind Instagram, Twitter und YouTube für junge Menschen so wichtig? Viele Mitarbeiter in alteingesessenen Unternehmen, Vereinen oder anderen Institutionen haben keine oder nur wenig Ahnung von den sozialen Medien. Genau darauf setzt Martin Dehn. Der 30-jährige Harburger macht sich gerade als Social Media Berater selbstständig. Dabei hilft ihm seine Erfahrung als Influenzer.
Influencer? „Als Influencer werden Personen bezeichnet, die ihre starke Präsenz und ihr hohes Ansehen in sozialen Netzwerken nutzen, um beispielsweise Produkte oder Lebensstile zu bewerben“, heißt es bei Wikipedia. In der Regel nehmen Influencer Videos von sich auf, stellen diese auf verschiedenen Plattformen ins Internet – und begeistern andere Menschen so, dass diese Videos des Influencers regelmäßig ansehen.
Martin Dehn hat auf YouTube bereits 122.000 Abonnenten, teilweise werden seine Videos mehr als zwei Millionen Mal angeklickt. Auf TikTok hat er 185.000 so genannte Follower.
Auf die Idee gekommen ist Martin Dehn zufällig. „Ich habe Augenoptiker bei einem großen Harburger Optiker gelernt und war zum Schluss sogar Filialleiter in den Arcaden“, erzählt er. „Ich fand den Job toll, aber ich stand auch schon immer gern vor der Kamera. Eines Tages habe ich nur aus Quatsch einmal „hallo“ in die Kamera gesagt und das Ganze hoch geladen. Zehn Sekunden Video und eine halbe Million Klicks.“
Um seinen Erfolg als Influencer auf einem konstant hohen Niveau zu halten, dreht Martin Dehn ein bis drei Videos am Tag. Auf TikTok sind diese Videos nur 15 Sekunden lang, auf YouTube bis zu 30 Minuten. Seine große Beliebtheit in den sozialen Medien lockt Unternehmen an, die vor den Dehn-Videoclips Werbevideos platzieren und dafür Geld bezahlen. Außerdem testen Influencer vor laufender Kamera Produkte. Martin Dehn zum Beispiel einen Elektro-Roller. Steigt der Verkauf, gibt‘s Provisionen.
Kann man davon leben? „Reich werde ich damit im Moment noch nicht, aber ich bin nicht sehr anspruchsvoll und komme so einigermaßen klar“, sagt der Harburger. Das Influencen hat Martin Dehn bislang so begeistert, dass er immer mehr machen möchte. „Wenn das alles nicht klappt, kann ich ja immer noch zurück in meinen Beruf. Aber jetzt ist erst mal Zeit für etwas Neues“, freut er sich auf die Zukunft.

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