Die Aurubis AG hat in den vergangenen Tagen kostenlose Schnelltests für Bewohner der Veddel und Wilhelmsburg angeboten. Dafür waren zwei Testbusse unterwegs. Diese Busse könnten auch in mobile Impfstationen umgewandelt werden. Foto: aurubis

Inzidenz über fünf Werktage unter 100 – Sport im Freien
für bis zu zehn Kinder möglich – noch keine Lockerungen im Einzelhandel

Die Ausgangssperre in Hamburg ist aufgehoben. Wer möchte, kann wieder um Mitternacht durch die Stadt joggen. Auch Bahnen und Busse haben ihren nächtlichen Regelbetrieb wieder aufgenommen. Bis zu zehn Kinder dürfen gemeinsam im Freien Sport treiben. Möglich wurden diese Lockerungen, weil die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen fünf Werktage in Folge unter 100 lag.
Eine Aufhebung der Kontaktbeschränkungen und Lockerungen beim Einzelhandel soll es, wie ein Sprecher der Sozialbehörde auf NDR 90,3 erklärte, frühestens Ende Mai geben. Zehn Tage danach sollen in einem weiteren Schritt beispielweise Veranstaltungen unter freiem Himmel unter Auflagen möglich sein. Öffnungen im Bereich der Gastronomie und Hotellerie sind erst anschließend vorgesehen.
Die Hamburger Impfkampagne läuft auf Hochtouren. Allein in der ersten Maiwoche wurden 96.495 Impfungen verabreicht, 60 Prozent im Impfzentrum, die übrigen in Arztpraxen. „Wir haben allein am Wochenende eine Kleinstadt geimpft“, sagte Gerhard Lange-Manchot, einer der ärztlichen Leiter des Impfzentrums. Allerdings hatte auch eine Panne Anteil an dem Rekord. Einige tausend Impflinge waren versehentlich zu früh zu ihrer Zweitimpfung geladen worden. So kam es am Samstag vor dem Impfzentrum und in Nebenstraßen (!) zu langen Schlangen.
Laut einem Bericht der SWR-Sendung „Report Mainz“ soll es im Hamburger Impfzentrum 2.000 Vordrängler in einer Woche gegeben haben. Einige machten falsche Alters- und Berufsangaben, andere gaben sich als Kontaktperson von Pflegebedürftigen aus.
Corona-Schutzimpfungen sind außer im Agaplesion Diakonieklinikum jetzt auch im Asklepios Klinikum Harburg sowie im Asklepios Klinikum Nord möglich. Geimpft werden dort bislang aber nur über 70 Jahre alte Menschen. Die Impftermine werden telefonisch über 116 117 oder online über impfterminservice.de vergeben.
Um die Ausbreitung des Corona-Virus‘ in den besonders betroffenen ärmeren Stadtteilen einzudämmen, versucht die Sozialbehörde dort über Großplakate an Supermarktfassaden und Litfaßsäulen auf die Corona-Regeln und die Impfangebote aufmerksam zu machen. Mit Hilfe vor Ort bekannter und anerkannter Personen sollen Bewohner der Quartiere mehrsprachig informiert werden.
Auf der Veddel haben Einrichtungen und Schulen bereits eine entsprechende Informationskampagne gestartet. In Harburg machten die mehrsprachigen „StadtteilEltern“, ein Projekt des Betreuungsvereins Insel, mit. Kurz vor dem Zuckerfest, dem Ende der 30-tägigen muslimischen Fastenzeit, verteilten die „StadtteilEltern“ Süßigkeiten und informierten über Corona.
In Süderelbe sollen Ehrenamtliche und Mitarbeiter des Bezirksamtes nach Pfingsten mit einem zum Infomobil umgebauten Lastenfahrrad zu belebten Plätzen radeln und dort mit den Menschen ins Gespräch kommen.
Kostenlose Schnelltests mit und ohne Anmeldung sind zum Beispiel am Tierpark Hagenbeck, Gazellenkamp 150, möglich.
Mehr Infos unter www.secura-teststation.de

Corona-Regeln

>> Ab dem 17. Mai können Schüler aller Klassenstufen im Wechselunterricht wieder in die Schule kommen. Der Wechselunterricht wird auch weiterhin so organisiert, dass die Hälfte aller Unterrichtsstunden in der Schule erteilt wird.
Kinder und Eltern können das neue Angebot wahrnehmen, sind dazu aber nicht verpflichtet. Denn die Präsenzpflicht bleibt weiterhin aufgehoben.

>> In Kindertagesstätten wird zum eingeschränkten Regelbetrieb zurückgekehrt.

>> Die Ausgangsbeschränkung von 21 bis 5 Uhr ist aufgehoben.

>> Bis zu zehn Kinder können im Freien gemeinsam Sport treiben.

>> Die Maskenpflicht für Begleitpersonen auf Spielplätzen ist aufgehoben.

>> Geimpfte und genesene Personen werden tagesaktuell negativ getesteten Personen gleichgestellt.

>> Ab 17. Mai können Museen, Gedenkstätten und Bibliotheken unter Auflagen öffnen.

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