Rentnerin Inge Klinger kommt mit ihrem Gehwagen wegen des holprigen Weges nicht ins benachbarte Naturschutzgebiet. Foto: wit

Rentnerin kommt mit ihrem Rolllator nicht ins
Naturschutzgebiet. Der Pfad ist zu uneben. Bezirk sieht keinen Handlungsbedarf

Wolfgang Wittenburg, Süderelbe. Seit eineinhalb Jahren lebt Inge Klinger (82) in der Seniorenwohnanlage am Rehrstieg. Anfangs war für die Rentnerin alles prima in Neuwiedenthal: vor der Haustür ein Naturschutzgebiet, in der Wohnanlage ein Schwimmbad.
„Plötzlich aber wurde wohl aus Kostengründen unser Schwimmbad zugemauert“, berichtet Inge Klinger. Und weil sie jetzt auf einen Rolllator angewiesen ist, kann die Seniorin nicht einmal mehr das Naturschutzgebiet besuchen. Der Gehweg auf Höhe der DRK-Tagespflegestätte in der Hausbrucher Straße ist unbefestigt und mit einem Rolllator kaum zu schaffen. „Es ist sehr traurig, denn ich möchte so gerne ins Naturschutzgebiet beim Kretortteich, dort mal ausgedehnte Spaziergänge unternehmen und die herrliche Natur genießen. Gerade mit den Pandemie-Regeln werden Spaziergänge für mich immer wichtiger, denn dabei ergeben sich oft auch nette Kontakte und Gespräche mit anderen. Nun hoffe ich sehr, dass sich am Zustand der Wege bald etwas ändert“, sagt Inge Klinger.
Doch die Antwort aus dem Bezirksamt macht all ihre Hoffnungen zunichte. Auf den Pfaden neben den Gewässern sollen gar keine Menschen herumwandern, Spaziergänger werden nur geduldet. „Als Schau- und Unterhaltungswege dienen die Pfade lediglich der Besichtigung und der Unterhaltung der Gewässer“, teilt Sandra K. Stolle von der Pressestelle des Bezirksamts Harburgs mit. „Eine Pflasterung oder anderweitige Befestigung der Wege ist hier aus ökologischen Gründen nicht realisierbar.“

1 KOMMENTAR

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