Hamburgs Windkraftanlagen (grüne Windradsymbole) stehen in den Bezirken Harburg (unten l.), Mitte und Bergedorf (u. r.). Grafik: Geoportal Hamburg

René Dan, Hamburg

Ob Altenwerder oder Altengamme, ob Curslack, Francop, Neuengamme, Steinwerder, Waltershof oder Wilhelmsburg: In nicht wenigen Hamburger Stadtteilen stehen Windkraftanlagen. Allerdings hat Hamburg seit 2017 keine neuen Windenergieanlagen errichtet.

Die Hansestadt hat zuvor ihre Windenergie ausgebaut, indem sie insbesondere alte Anlagen durch neue ersetzt hat. Seit 2010 wurden insgesamt 26 Altanlagen mit einer Gesamtleitung von 12,3 Megawatt (MW) ersetzt durch neue 26 moderne Windkraftanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 61,3 MW. Die Gesamtleistung aller 65 Windräder liegt bei 118 MW.

Die meistern Hamburger Anlagen produzieren in der Regel zwischen 2.000 und 3.000 Kilowatt. Die so erzeugte Energie wird direkt ins Stromnetz gespeist. Die tatsächliche durchschnittliche Leistung einer Anlage unterliegt indes, je nach Windstärke, Schwankungen. Fluktuationen in der Windenergieproduktion wurden „in Hamburg bisher vor allem durch das Kohlekraftwerk Moorburg ausgeglichen“, so das Statistikamt Nord.

Zuletzt genehmigt: Windräder im Hafen

Anders als in anderen Bundesländern erlaubt Hamburg auch Windräder in Industriegebieten – so auch bei den letzten genehmigten Standorten. In 2017 wurden sechs Power-Turbinen im Hafen – in seinem Waltershofer Teil – fertiggestellt. Drei der Windenergieanlagen stehen beim Stahlwerk von Arcelor Mittal an der Dradenaustraße. Alle verfügen über eine Leistung von jeweils bis zu 3.000 Kilowatt und eine Gesamthöhe von 179 Metern. Drei weitere Windkraftanlagen wurden auf dem Gelände der Aluminiumhütte des Unternehmens Trimet fertiggestellt, westlich der Straße Vollhöfener Weiden. Auch hier kommt jede Anlage auf maximal 3.000 KW, wobei die Gesamthöhe sogar bei jeweils 199 Metern liegt.

Wird die Windenergie in Hamburg künftig wieder ausgebaut? Darauf antwortet Jan Dube, Pressesprecher der Umweltbehörde: „In Hamburg sind derzeit keine weiteren Anlagen beantragt. Wir sind ein Stadtstaat. Der Ausbau der Windkraft passiert Onshore (an Land, die Red.) in der Region in Schleswig-Holstein und Niedersachsen und vor allem Offshore“, in der Ostsee und insbesondere der Nordsee.

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