Sie setzen sich für eine bessere Verkehrsanbindung von Lurup und dem Osdorfer Born ein: die Mitglieder der Initiative Starten: BahnWest! – Meike Johannsen (v. l.), Herbert van Gerpen, Gerhard Sadler, Jürgen Beeck sowie Sabine und Udo Schult bei einem Wochenblatt-Termin Anfang 2020. Foto: cvs

Verkehrsinitiative: Im Prinzip gut, aber es besteht Nachbesserungsbedarf

Horst Baumann, Hamburg-West

Was passiert, wenn die Bahn den von Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) angeschobenen „Verbindungsbahn-Entlastungstunnel“ baut, beschäftigt auch die Bezirksversammlung Altona. Die Planungen dürften sich nicht negativ auf die Realisierung der S32-West auswirken, das beschloss das Bezirksparlament auf Antrag von SPD und Grünen mit großer Mehrheit.

Bislang war geplant, dass die S32 von der Holstenstraße in einen Tunnel unter der Stresemannstraße übergeht, um weiter Richtung Bahrenfeld nach Lurup bis zum Osdorfer Born zu fahren. Falls der „Ferlemann-Tunnel“ gebaut wird, würde die Strecke von einem weiter nördlich gelegenen neuen Bahnhof am Doormannsweg in Richtung Westen geführt werden.

Der Anwohnerinitiative „Starten: BahnWest!“ (StBW) lobt, dass die Bezirkspolitik den Druck auf den Senat erhöht, sieht aber Nachbesserungsbedarf. Die Initiative hat aus der Verkehrsbehörde erfahren, dass der Ort der „Ausschleifung“ für die S32 großen Einfluss auf die Planung habe. Die Ausfädelung ab Holstenstraße oder möglicherweise Doormannsweg würde ein zusätzliches Jahr Planung bedeuten. „Weitere Jahre bis zur Inbetriebnahme der S32 West könnten verstreichen, weil der Verbindungsbahn-Entlastungstunnel noch nicht fertig ist“, skizziert StBW-Sprecher Jürgen Beeck das Horrorszenario aus Sicht der Initiative.

Die Initiative spricht sich für einen Halt der S32 am Bahnhof Diebsteich aus. Diese böte mehr Umsteigemöglichkeiten, so wie an den jetzigen S-Bahngleisen am Hauptbahnhof. Bei Störungen wäre in diesem Bereich kein separater Schienenersatzverkehr für die S32 nötig.

 

S32

Die 8,3 Kilometer lange Neubaustrecke vom S-Bahnhof Holstenstraße über Bahrenfeld, Lurup bis zum Osdorfer Born soll zum größten Teil im Tunnel verlaufen. Im Sommer 2019 war die Machbarkeitsuntersuchung abgeschlossen worden. Momentan laufen die Vorplanungen, fertig wird die S32 erst in den 2030er-Jahren. Die Kosten sind noch nicht bekannt.

 

Im Tunnel

Enak Ferlemann (Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, CDU) stellte im November 2020 die positive Machbarkeitsstudie für einen neuen S-Bahntunnel in Hamburg vor, Er würde unter der Binnenalster zum Stephansplatz laufen. Weitere Haltestellen: Schlump und Doormannsweg. Der Tunnel könnte in den 2030er-Jahren fertig sein. Mögliche Kosten: drei Milliarden Euro.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here