Ein ordentlicher Blechschaden am hochpreisigen SUV. Zum Glück hielt der ordentlich verankerte Stahlpoller den Wagen auf. Foto: Bezirksamt Altona

von Chr. v. Savigny/ G. Pöpleu, Othmarschen

Schon wieder ein Fast-Schaufensterunfall in der Waitzstraße: Am Freitag der vergangenen Woche verwechselte morgens um 9 Uhr diesmal eine junge Frau Gas- und Bremspedal ihres Mercedes-SUV. Zum Glück hielten die Ende vergangenen Jahres eingesetzten Poller: Es entstand nur Blechschaden, niemand wurde schwer verletzt. „Die neuen Poller haben sich bezahlt gemacht“ freut sich ein Bezirksamtssprecher auf Twitter.
Seit 2005 hatte es in der Waitzstraße über zwanzigmal gerumst, zum Glück ohne dass jemand schwer verletzt wurde: Überwiegend ältere Fahrer hatten Gas und Bremse, Vorwärts- und Rückwärtsgang ihrer meist ausladenden Geländefahrzeuge verwechselt, waren in Richtung Schaufenster gerast, statt auf die Straße zurückzusetzen.
Vor vier Jahren hatte das Bezirksamt erstmals auf die „Schaufensterunfälle“ reagiert und massive Bänke und Fahrradständer aufstellen lassen. Diese jedoch hatten den Aufpralltest mit den – oft sehr PS-starken – Fahrzeugen der Waitzstraßenbesucher nicht bestanden: Zuletzt war Ende Oktober eine 81-Jährige mit ihrem Pkw in die Auslagen eines Juweliergeschäfts gedonnert. Sie selbst blieb unverletzt, ihr 86-jähriger Beifahrer erlitt Schnittwunden.

Zu schwach: Die 2016 aufgestellten Bänke und Stahlbügel hatten sich als nicht ausreichend erwiesen. Deshalb hatte man mit solideren Stahlpollern nachgerüstet. Foto: cvs

Ende 2020 ließ das Bezirksamt deshalb erneut aufrüsten. Seitdem sorgen 60 schwere Stahlpoller auf der Nordseite der Straße für mehr Sicherheit – offenbar erfolgreich. Die Fundamente der neuen Poller wiegen jeweils rund 600 Kilogramm. Laut einem Gutachten sollen die so verankerten Stahlbarrieren selbst Autos mit einem Gewicht von zwei Tonnen aufhalten können.
Zuletzt wurde jedoch auch Kritik laut, weil die Abstände zwischen den Stahlpollern mit gut drei Metern recht groß sind. Dazu Mike Schlink, Sprecher des Bezirksamts Altona: „Die Schrägparkplätze selbst sind mit Markierungen eingeteilt, so dass Autofahrer die richtige Parklücke finden und vor dem Schutz zum Halten kommen können. Ein Parken vor dem Raum zwischen den ‚Stangen‘ ist nicht vorgesehen.“

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