So soll es stellenweise aussehen: rechts ein Kopenhagener Radweg mit Kante, links ein Fußweg, daneben Fahrrad-Piktogramme auf der Fahrbahn. Visualisierung: LSBG

Gaby Pöpleu, Hamburg-West

Im Mai geht‘s richtig los, dann startet ein Großprojekt, das seit Januar vorbereitet wird: die Sanierung der Elbchaussee. Der erste Bauabschnitt zwischen Parkstraße und Manteuffelstraße läuft bis Ende 2023. Es folgen ein zweiter zwischen Parkstraße und Hohenzollernring und ein dritten zwischen Hohenzollernring und Rathaus Altona. Über deren zeitlichen Ablauf hält sich der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer noch bedeckt, es ist mit weiteren Jahren zu rechnen. Durch eine neue Zusammenarbeit von LSBG, Hamburg Wasser, Gasnetz Hamburg und Stromnetz Hamburg sollen die Bauarbeiten für den ersten Abschnitt immerhin nicht mehr sechs, sondern nur noch drei Jahre dauern, teilte der LSBG mit. Ein Hoffnungsschimmer im von vielen Baustellen (das Elbe Wochenblatt berichtete) gebeutelten Hamburger Westen?
Im nun startenden ersten Bauabschnitt soll die Straße vor allem sicherer und bequemer für Radfahrer werden (das Elbe Wochenblatt berichtete). Dafür wird in der ersten Bauphase des ersten Bauabschnitts, die nördliche, in der zweiten Phase die südlich Fahrspur in Angriff genommen. Auf insgesamt drei Kilometern entstehen so genannte „Kopenhagener Radwege“ (mit Kante zur Fahrbahn) und auf vier Kilometern Fahrradstreifen mit Piktogrammen (das Elbe Wochenblatt berichtete).
Außerdem wird Hamburg Wasser auf insgesamt acht Kilometern eine wichtige Trinkwasserleitung aus den Jahren 1906/08 erneuern, die Othmarschen, Ottensen, Altona, St. Pauli und die Sternschanze mit Trinkwasser versorgt. Das soll auch über die ganze Bauzeit so bleiben. Stromnetz Hamburg saniert Kabel und Hausanschlüsse: 13,8 Kilometer neue Kabel werden in 10 Kilometern Rohren verlegt, 15 Straßenquerungen werden gebaut sowie 130 Hausanschlüsse auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Das schließt auch Anschlüsse für Elektroautos ein. Gasnetz Hamburg ist dagegen mit vergleichsweise kleinen Sanierungen beteiligt: 3.500 Meter Stahlleitungen werden durch Kunststoffrohre ersetzt und Anschlüsse für 60 Haushalte erneuert.
Die Elbchaussee wird bis Anfang 2024 zwischen Parkstraße und Manteuffelstraße zur Einbahnstraße, von 2 bis 12 Uhr stadteinwärts, von 12 bis 2 Uhr stadtauswärts. Auf den Umleitungsstrecken Halbmondsweg, Hohenzollernring, Friedensallee, Osdorfer Weg, Osdorfer Landstraße und Schenefelder Landstraße werden die Ampelschaltungen angepasst. Radfahrer sollen den Elberadweg und die Veloroute 1 nördlich der Elbchaussee nutzen.
Außerdem soll an zwei Baufeldern gleichzeitig gebaut werden: Zuerst westlich der Parkstraße, ab August beginnen zusätzlich zum ersten Baufeld Bauarbeiten westlich der Christian F. Hansen-Straße. So soll die Sanierung dieses Abschnitts Ende 2023 abgeschlossen werden können.

Die „Infracrew“ übernimmt

Die Instandsetzung der Elbchaussee ist das erste Hamburger Projekt, bei dem der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer und die Versorgungsunternehmen Hamburg Wasser, Gasnetz Hamburg und Stromnetz Hamburg sehr eng zusammenarbeiten und nicht als separate Bauträger auftreten. Dafür wurde eigens die „Infracrew Hamburg“ gegründet: Dadurch soll Zeit und Geld gespart werden, indem gemeinsam geplant und eingekauft wird. Dann müssen zum Beispiel nicht mehr – wie bisher üblich – alle Versorger nacheinander die Straße aufreißen, um ihre Leitungen zu verlegen.

Kontakt für Bürger

Federführend wird Hamburg Wasser das Projekt leiten. Für die Hamburger eröffnet die Projektleitung ein Baubüro: Die Mitarbeiter sind ab 8. Mai per E-Mail an gpl-elbchaussee-1ba@hamburgwasser.de von 7 bis 16 Uhr zu erreichen.

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