Hamburg Blue Devils

Nach langen Jahren der Planung soll es nun endlich losgehen mit dem Umbau der Sportstätte am Kroonhorst: Wie mehrfach berichtet, wird die Anlage (bislang ein Grandplatz und zwei Rasenplätze) mit einem strapazierfähigem Kunstrasen ausgestattet. Weiterhin sollen eine Flutlichtanlage, sowie neue Sanitär- und Umkleideräume gebaut werden. Insbesondere die Footballer der Hamburg Blue Devils (HBD) können sich damit auf ganzjährig bespielbare Trainings- und Spielflächen freuen. „Der Bauantrag liegt seit November beim Bezirksamt“, berichtet HBD-Präsident Sascha Hinz. „Wenn alles glatt geht, können wir noch in diesem Herbst ein Eröffnungsspiel austragen.“

Am Hemmingstedter Weg wurde auf Naturrasen trainiert

Derzeit haben die Blue Devils knapp 500 Mitglieder, der Großteil der Vereinsmannschaften (sechs Football- und fünf Cheerleading-Teams) trainiert am Hemmingstedter Weg. Dort allerdings ausschließlich auf Naturrasenplätzen, die im Winter und bei schlechtem Wetter schnell unbespielbar werden.
Ursprünglich sollte der Umbau am Kroonhorst rund 800.000 Euro kosten, doch weil sich ein Teil des Untergrunds als nicht tragfähig erwiesen hat, wird die Angelegenheit nun fast dreimal so teuer: Auf knapp 2,2 Millionen Euro wird die Umbaumaßnahme aktuell geschätzt, die sich RISE (Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung, 1,2 Millionen Euro), das Bezirksamt Altona (eine Million Euro), das Bezirksamt Mitte (150.000 Euro), die Innenbehörde (54.000 Euro), die Altonaer Bezirksversammlung (50.000 Euro) und der Footballverein selbst (41.000 Euro) teilen.

Um den Anwohnern des Osdorfer Born den bevorstehenden Umzug der „Devils“ in ihren Stadtteil schmackhaft zu machen, hat der Verein ein Mitmachprogramm für jüngere Football-Begeisterte angekündigt. Durch das Programm „Kids in die Klubs“ etwa können Jugendliche aus sozial schwächerem Umfeld aufgenommen werden. Die Devils stellen zudem Leihausrüstungen für Probetrainings zur Verfügung. Derzeit findet allerdings aufgrund der Pandemie kein Trainings- oder Spielbetrieb statt. „Wir versuchen, unsere Sportler durch Onlinetraining und virtuelle Wettbewerbe bei der Stange zu halten“, sagt Hinz.

In der Bezirksversammlung Altona hatte sich der SPD-Abgeordnete Andreas Bernau, sportpolitischer Sprecher seiner Fraktion, seit langem für das Kunstrasenprojekt eingesetzt: „Die Devils erhalten am Osdorfer Born endlich eine vernünftige Anlage für ihren tollen Sport, der auch besonders für Zuschauerinnen und Zuschauer hochattraktiv ist. Es war nicht leicht, die hierfür notwendigen Finanzmittel zu beschaffen, aber die vielen Gespräche und Bemühungen haben sich jetzt endlich gelohnt.“ Das Bezirksamt Altona rechnet mit einer Bauzeit von rund sieben Monaten.

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