Das TVF-Team. Foto: TVF

Waldemar Düse, Süderelbe. Nachdem auch das Präsidium des Hamburger Handball-Verbands vor einem knappen Monat das Unausweichliche offiziell gemacht hat, kann Corona-befreit nach vorne gedacht werden. So gesehen, hat der von der dritten Pandemiewelle erzwungene Abbruch der Saison 2020/21 ohne Auf- und Abstiege auch sein Gutes im Schlechten.
Für den TV Fischbek und seine in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein spielende 1. Männermannschaft heißt das: „Wir müssen nun dringend die Weichen stellen, damit in den nächsten Jahren in Fischbek auch noch leistungsorientierter Handball angeboten werden kann.“ So der Kern wochenlanger Überlegungen zur Zukunftssicherung, die Team- Manager Martin Hägele und das Trainerteam Ingo Jonsson/Patrick Taylor angestellt haben. Sehr schnell war klar geworden: „Hier gibt es einiges zu tun.“
„Abgänge aufgrund von Studium, Familie oder Berufstätigkeit können immer schwieriger kompensiert werden. Der Sprung aus der Jugend in eine Herrenmannschaft, die dreimal wöchentlich trainiert, ist riesig. Selbst Talente benötigen viel Ehrgeiz und Geduld, bis sie in die Leistungsklasse hineingewachsen sind“, so die Einschätzung des Trios. Dabei betont Hägele: „Es steht außer Frage dass der TVF nur den konsequenten Weg mit der Jugend aus der Region Süderelbe gehen kann.“
Eine nachvollziehbare Ausrichtung, weil großzügige finanzielle Unterstützer im Süderelberaum nicht gerade Schlange stehen, um Oberliga-Handball die Zukunft zu sichern. Aber auch eine mit einem grundsätzlichen Problem. „Unsere Lage südlich der Elbe ist für ambitionierte Hamburger Handballer leider wenig attraktiv. Dies können wir nur mit handballverrückten Spielern, tollem Teamgeist, sehr guten Trainingsmöglichkeiten und Benefits, wie Unterstützung für Spieler bei der Job- oder Wohnungssuche, auszugleichen versuchen “, so Hägele weiter. Deshalb sei man „aktiv auf der Suche nach interessierten, handballverrückten Spielern aus der Metropolregion, die mit uns den Weg in der Oberliga HH/SH gemeinsam gehen wollen. Egal ob ambitionierter Routinier, ehrgeiziger Jungspund oder interessierter Student.“
Wer sich angesprochen fühlt, melde sich gerne zu einem ersten Austausch bei TVF-Trainer Ingo Jonsson unter ( 0173 237 25 93.

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