Bezirksamtsleiterin Stefanie von Berg und Umweltsenator Jens Kerstan pflanzten im Klövensteen gemeinsam ein Bäumchen. Foto: pr

Gaby Pöpleu, Hamburg-West

Dem Klövensteen geht‘s schlecht: Durch die Dürre der vergangenen Sommer vertrockneten viele Bäume. Das Bezirksamt Altona startet zusammen mit Unternehmen und Vereinen in diesem Jahr eine großangelegte Aufforstung: 70.500 Bäume werden im Forst Klövensteen neu gepflanzt.

Die Dürre der vergangenen Sommer – vermutlich eine Folge des sich verändernden Klimas – hat dazu geführt, dass im Klövensteen hunderte Sitka-Fichten vertrocknet sind. Etliche Nadelbäume in dem 513 Hektar großen Wald mussten deshalb im vergangenen Jahr gefällt werden. Rund 12,6 Hektar sind seither kahl.

Diese Waldabschnitte werden nun Stück für Stück nachbepflanzt, so dass der Forst Klövensteen weiter als grüne Lunge funktionieren kann. Die neuen Bäume sollen das veränderte Klima besser aushalten: Statt einer Sitka-Fichten-Monokultur werden Stieleichen, Rotbuchen, Ulmen und Bergahorne gepflanzt, sodass ein Laubmischwald entsteht.

Gianna Wabner (re.) von der Live To Love-Germany Stiftung, beantwortet Fragen zur Baumpflanzaktion. Im April setzt Live To Love weitere 1.000 Bäume im Klövensteen in die Erde. Foto: Agnes Forsthuber

7.100 Bäume sind schon durch den Forstbetrieb Altona gepflanzt worden. Die übrigen Bäume werden zusammen mit Unternehmen und Vereinen wie „Bergwaldprojekt“ und „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“ sowie der Stiftungen „Live to Love“ – sie war bereits am vergangenen Wochenende aktiv – und der „Klimapatenschafts GmbH“ gepflanzt.
Bezirksamtsleiterin Stefanie von Berg nahm selbst den Spaten zur Hand und pflanzte zusammen mit Umweltsenator Jens Kerstan (beide Grüne) ein Bäumchen. Von Berg betonte die Bedeutung des Klövensteens für den Hamburger Westen: „Der Forst Klövensteen (…) ist quasi die natürliche Klimaanlage in Hamburgs Westen. Es ist wichtig, dass diese auch künftig weiterhin gut funktioniert.“

Nicht so positiv sehen die Altonaer Linken die Grün-Politik der Grünen. Notwendige Aufforstungen, zum Beispiel als Ausgleichsmaßnahmen für Bauvorhaben, geschähen zu langsam, zu weit weg, und sie würden nicht genug kontrolliert. Es sei daher „fraglich, warum es für die Kontrolle der Nachpflanzungen auf privatem Grund kein Geld für eine Stelle gibt, wie in der Bezirksversammlung gefordert“, moniert Heike Schoon von der Partei Die Linke in einer Mitteilung.

 

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